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kin stab

Fragen rund um die anorganische Chemie (inkl. Ionenlotto)

Moderator: Chemiestudent.de Team

christel

kin stab

Beitragvon christel » 05.01. 2005 23:32

Hi,

hätte da noch ne Frage und hoffe mal das ihr mich net auslacht, aber ich habe das noch nie so richtig kapiert,wie man einem erklären kann was der Unterschied zwischen thermodynamischer Stabilität und kinetischer Stabilität ist!Ich habe da nur Bruchstücke im Kopf ,das zum Bsp ß-Elim eine kinetische Instabilität ist.Aber vielleicht kann mir das einer mal ganz genau erklären.
danke

Ardu
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Beitragvon Ardu » 06.01. 2005 21:04

Das thermodynamisch stabile Produkt einer Reaktion ist das energetisch günstigste Produkt (das energetisch tiefliegenste Produkt auf einer Energiefläche).
Kinetisch stabil ist etwas dann, wenn es eine Reaktion gibt, die zu einem energetisch günstigeren Produkt führen würde, wenn aber die Aktivierungsenergie für diese Reaktion so hoch ist, dass sie nicht abläuft und die energetisch ungünstigere Verbindung trotzdem "stabil" ist, d.h. isoliert werden kann.

Garnicht so einfach zu erklären, stelle ich gerade fest. Ich hoffe, das ist nicht zu wirr oder vage...

Taleyra

pheidrias
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Beitragvon pheidrias » 06.01. 2005 21:25

Eine andere Erklärung geht vom Modell der Reaktionskoordinate mit dem Übergangszustand (ÜZ) aus.

Da beginnst du ja auf einer "Energiehöhe" - Edukte, machst einen Bogen nach oben zum ÜZ und dann wieder runter zu den Produkten.

Wenn mehrere Produkte möglich sind, ist das Produkt, welches weiter unten aufhört (egal wie hoch der ÜZ ist !) das thermodynamisch stabilere Produkt (es wird mehr Energie bei der Erzeugung frei).

Die Höhe des Übergangszustandes spiegelt die kinetische Begünstigung eines Reaktionsweges wider. Je tiefer dieser liegt, desto schneller läuft die Reaktion.

Ob ein Produkt thermodynamisch oder kinetisch stabil ist, ist eine etwas andere Sache.
Kinetisch stabil heißt, daß die Umwandlung in andere (thermodynamisch stabilere) Produkte unter den gegebenen Bedingungen (Raumtemperatur z.B.) NICHT (bzw. merklich langsam) stattfindet.
Ein thermodynamisch stabiler Stoff ist quasi jeder Stoff - man könnte höchstens von thermodynamisch stabilen Modifikationen sprechen --> das wären dann die Konfigurationen/Kristalltypen etc., die die energetisch tiefst liegende Form darstellen.

hoffe, daß es so stimmt,
pheidrias


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