jellynina hat geschrieben:
Wenn Du interesse an eher Organische Chemie hast- d.h. Kochchemiker sein willst der Synthesen entwickelt dann ist Chemie ok. Wenn Du aber vielmehr Synthetiker sein möchtest dann nimm Biochemie.
Äh... Den Satz versteh ich nicht. Ein Biochemiker arbeitet nicht wirklich synthetisch.
Ich stand auch mal vor der Wahl und hab mich sehr schnell für Chemie entschieden. Im Vergleich sind mir folgende Dinge aufgefallen:
- Der Studiengang Biochemie ist noch deutlich verschulter als Chemie
- Biochemie ist sehr interdisziplimär, soll heißen: Breiter Fächerspielraum, aber es geht nicht ganz so in die Tiefe wie Chemie oder Biologie an sich.
- Biochemiker denken viel bildlicher als Chemiker: Was bei Chemikern einzelne Funktionelle Gruppen sind, sind bei Biochemikern bloß bunte Kuller
- Als Biochemiker spezialisierst du dich viel eher. Von Chemie aus kannst du immer was mit Biochemie machen, aber nicht umgekehrt.
- Der NC von Biochemie liegt irgendwo bei 1,x (in Hamburg)
Das ist jetzt einer sehr Chemie-freundliche Liste, aber eben auch nur meine Meinung. Beachte, dass ich vom Diplomstudiengang schreibe.
Ich war mir am Anfang des Studiums sicher, ich würde später biochemisch arbeiten. Inzwischen bin ich etwas davon ab, weil es noch so viel andere tolle Dinge in der Chemie gibt. Als Biochemiker hätte ich di Wahl nicht mehr gehabt.
Ich hoffe, das hilft etwas,
Gruß, Klaus