Hallo ihr fleißigen,
ich bin zwar keine Chemikerin, möchte aber um eine Beratung bitten.
Ich studiere momentan Lehramt mit zwei Sprachfächern, aber ich fühle mich in Hinsicht auf Berufswahl ziemlich ungewiss, deswegen stellt sich die Frage über ein Drittfach. In meiner Uni gibt es leider kein prächtiges Angebot, nämlich Dutzend von seltenen Sprachen, Ev. Religion und Chemie. Ich habe mich für Chemie schon fast entschieden, viel pauken und so bin ich bereit und mit Motivation ist auch alles in Ordnung.
ABER: ich bin zur Schule nicht in Deutschland gegangen, also der Unterrichtsprozess ist mir nur von Praktikas und Schulversuchen bekannt. Ich habe mich bei den Leuten beraten, deren Kinder hier zu Schule gehen oder die selbst hier in der Schule waren und man hat mir erzählt, dass genau die Chemielehrer die höchste Verantwortlichkeit tragen und dass die Kinder während Experimente kaum zu halten sind: sie wollen die Reaktive kosten, machen die Rhetorten kaputt und dazu werden hier im Unterricht solche Reagenten benutzt, die in meiner Heimat in den Schulen aus Sicherheitsgründen verboten sind. Und im Allgemeinen sei das Risiko, dass ein Chemielehrer in Knast geht wegen eines Unfalls im Experiment, ziemlich hoch.
Diese Geschichten haben mir ordentlich Angst eingejagt, aber ich bin eigentlich sehr leicht zu beeindrücken, so frage ich hier nach eurem Rat. Ist es wirklich so schwer, einen Chemieunterricht zu organisieren und ist die Verantwortlichkeit laut Gesetz wirklich so hoch, d.h. der Lehrer haftet für alle möglichen Versehen und Scheißbauerei der Schüler?
Ich würde auch sehr gern über das Fach an der Uni Leipzig mit deren Studenten schreiben, ob es sich in der Stadt lohnt und so.
Danke euch allen und dazu noch eine (möglichst) stressfreie Prüfungszeit!
