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 Betreff des Beitrags: Uni Frankfurt oder TU München
BeitragVerfasst: 30.07. 2010 10:15 
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Laborratte
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Registriert: 30.07. 2010 09:58
Beiträge: 2
Hallo zusammen,

Ich habe mich an der TU München und der Goethe-Uni in Frankfurt beworben und wurde bei beiden zum Studium für Chemie zugelassen.
Ich war gestern bei einem Bewerbungsgespräch an der TUM und fand das Gebäude rein äußerlich vom ersten Eindruck sehr stark heruntergekommen.
Leider war ich noch nie in Frankfurt und konnte mir deshalb noch kein Bild von der Uni dort machen.
Ich wohne bei München, deshalb wäre ein Trip nach Frankfurt schon fast mehr als ein kleiner Tagesausflug.

Jetzt würde ich gerne von euch hören, was ihr von der Frankfurter Uni haltet.
Über Antworten würde ich mich freuen, danke.


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 Betreff des Beitrags: Re: Uni Frankfurt oder TU München
BeitragVerfasst: 31.07. 2010 10:43 
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Registriert: 26.09. 2005 18:53
Beiträge: 4268
Nun ja, die TUM ist nicht so schön, da muss ich dir zustimmen... Aber man soll sich auch nicht vom Schein abschrecken lassen, ist ja schon nicht so, dass die Chemie an der TUM auf dem absterbenden Ast ist, sondern nur, dass das Gebäude halt schon "alt" ist... Wobei es natürlich schon auch ein Punkt ist: Fühlt man sich immer unwohl an der Uni, weil es heruntergekommen aussieht, dann kann man vielleicht doch nicht so friedlich und motiviert studieren wie in einem etwas netteren Ambiente?

Habe keine Ahnung, wie es in Frankfurt ist, sorry!

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 Betreff des Beitrags: Re: Uni Frankfurt oder TU München
BeitragVerfasst: 02.08. 2010 13:32 
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Registriert: 02.08. 2004 16:01
Beiträge: 1045
Wohnort: Tübingen
Hab von 2003 bis 2006 in Frankfurt Chemie studiert. Das Gebäude der Lebensmittelchemiker/Pharmazeuten und der Physiker sind sehr neu, der alten Betonkasten dazwischen gehört der Chemie. Sprich das Gebäude ist genauso hässlich wie in München an der TUM.

Die Labore waren grausam, uralt und die Abzüge haben teilweise nur noch schlecht gezogen, was natürlich nicht gerade gesund ist in der OC.
Seit 2006 hat sich ein bisschen was getan. Weiss nicht über alle Neuerungen Bescheid, weiss aber, dass z.B. min. 1 OC-Labor komplett renoviert wurde und in den anderen wohl zumindest die Abzüge erneuert wurden. Evtl. wurde da mittlerweile noch mehr überholt, denn die alten Labore waren teilweise wirklich eine Zumutung.

Die Vorlesungssäle waren viel zu klein. Im Hauptstudium, wenn die Studentenzahlen deutlich gesunken sind, ist das nicht mehr so das Problem, in den ersten Semestern durchaus, da muss man dann auf der Treppe sitzen oder stehen.

Dadurch, dass die Physik nun auch zum Naturwissenschafts-Campus ausgelagert wurde entfällt die doofe Pendelei zur Stadtmitte, die ich noch machen musste.

Habe nur bis zum Vordiplom dort studiert und bei uns war es so, dass man für das OC-Praktikum Chemikalien z.B. selbst bezahlen musste. Die Standardchemikalien, die jeder in Mengen braucht wie NaOH-Plätzchen, NH3, HCl etc. waren im Labor freizugänglich, aber die spezielleren Sachen, die man für die persönlich zugeteilten Synthesen brauchte, musste man sich in der Chemikalienausgabe kaufen. Je nach dem wie oft man die Synthese wiederholen musste bis sie klappte kostete das dann eben. Kein Vermögen, aber wenn man nicht viel Geld hat sind das eben zusätzl. Kosten.
Evtl. hat sich da in den letzten Jahren auch was geändert, weiss ich nicht. Kann man sicher mehr Infos von der Fachschaft bekommen.

Die Lehre, ist wohl wie überall, manche Professoren geben tolle Vorlesungen andere nicht so tolle. Als ich noch dort war gab es keine CIP-Räume. Es gab an einigen Stellen am Campus kostenloses WLAN, wenn du deinen eigenen Laptop hattest, aber ansonsten gab es keine PCs am Campus, die man mal nutzen konnte um in einer kleinen Pause Daten auszuwerten, Emails zu checken etc.
Es gab PCs in der Bibliothek, die aber nur zur Bücherecherche genutzt werden durften, und die Mitarbeiter da sind regelmäßig rumgelaufen und haben dich auch gleich rausgeschmissen, wenn du den PC für andere Dinge benutzt hast.

Zu meiner Zeit gab es nicht allzu viele Exemplare der nötigen Bücher, wie ich gegangen bin wurde der Bestand meines Wissens aber aufgestockt.

Mehr fällt mir gerade nicht ein, aber das ist ja nun auch schon einiges! ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Uni Frankfurt oder TU München
BeitragVerfasst: 03.08. 2010 05:23 
Bevor Du jetzt aber der TUM die Tore einrennst, sollte vielleicht noch erwaehnt werden, dass die bei der Studentenzufriedenheit im CHE-Ranking immer auf den hinteren Plaetzen landet.

Es ist halt nicht alles in Gold, was (in der Forschung) glaenzt.

Gruss zonko


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 Betreff des Beitrags: Re: Uni Frankfurt oder TU München
BeitragVerfasst: 30.08. 2010 20:06 
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Laborratte
Laborratte

Registriert: 30.07. 2010 09:58
Beiträge: 2
danke für die guten Antworten. Hat mir viel geholfen :)
Ich hab mich nun für Frankfurt entschieden um auch einfach mal von "daheim" wegzukommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Uni Frankfurt oder TU München
BeitragVerfasst: 30.08. 2010 20:44 
Bastibasti hat geschrieben:
danke für die guten Antworten. Hat mir viel geholfen :)
Ich hab mich nun für Frankfurt entschieden um auch einfach mal von "daheim" wegzukommen.


Schön, denn die Schilderung von SantaMaria trifft heute nicht mehr ganz zu. Die Labore sind zwar nach wie vor keine Augenweide, aber zum größten Teil renoviert. Man gewöhnt sich da sehr schnell an die Umstände. Wenn du jetzt anfängst zu studieren, kann es auch durchaus sein, dass du noch vom neuen Chemikum profitieren wirst, das jetzt gebaut wird.

WLAN empfängt man auf dem ganzen Gelände kostenlos, außerdem gibt es mehrere Computerzentren zur freien Verfügung, sowohl im Haupttrakt, als auch in der Physik und in den Geowissenschaften, die alle auf dem gleichen Campus angesiedelt sind. Gependelt werden muss also nicht.

Der Bücherbestand ist in Hinblick auf die wichtigsten Bücher ausreichend, bei einigen guten Lehrbüchern muss man jedoch nach wie vor schnell sein.

Wichtig ist vielleicht noch zu erwähnen, dass in Frankfurt im Chemiestudium ein großer Schwerpunkt auf theoretischer Chemie liegt. Das wird in Frankfurt als autonomer Zweig neben AC, OC und PC als TC unterrichtet.

Die Professoren sind überwiegend fair und kompetent im Unterricht, aber da kann man überall Glück oder Pech haben.


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