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Hallo, ich könnte etwas Hilfe gebrauchen. Es geht um den Nachweis von Kupferionen, Eisen(III)Ionen und Silberionen. Bis zu Auswertung hab ich alles hinbekommen, denk ich, aber jetzt sind noch ein paar Fragen offen.
Hab dazu leider noch nichts für mich verwendbares gefunden.
Wäre sehr dankbar wenn mir jemand helfen könnte.
Zu Kupferionen
Kupfer(II)sulfat-5-hydrat wird erhitzt, nach Abkühlen gibt man Wasser hinzu. Flüssigkeit wird in 2 Reagenzgläser geteilt und wie folgt weiter verfahren
1.) Wie verändert sich das Kristallgitter von Kupfersulfat-5-hydrat durch Einwirkung von Wärme?
(soll die Gleichung aufstellen und die Farbänderung erklären)
2.) Wie verändert sich das Kristallgitter durch die Einwirkung des Lösungsmittels Wasser?
(Hydration am Beispiel von CuSO4 erklären, Dissoziationsgleichung aufstellen)
Zu Eisenionen
Zu einer wässrigen Eisen(III)chloridlösung gibt man Tetrakaliumhexacyanoferrat(II)-lösung
--> Tetraeisenhexacyanoferrat(II) + Kaliumchlorid
Das steht jetzt einfach so da, als Hinweis zur Auswertung. Was kann ich denn hier machen um auszuwerten außer die Gleichung aufstellen?
4Fe(Cl3) + 3K4[Fe(CN)6] --> Fe4[Fe(CN)6] + 12KCl
Ist sie so richtig?
Zu Silberionen
Ammoniumchloridlösung wird mit Silbernitratlösung versetzt. Der entstandene Niederschlag wird mir Natriumsulfatlösung wieder aufgelöst.
1.) NH4Cl + AgNO3 --> AgCl + NH4NO3
2.) AgCl + Na2S2O3 --> Na3[Ag(S2o3)2] + NaCl
Sind die Gleichungen so richtig? Kann man hier was bestimmtes auswerten, weil keine direkte Frage gestellt wurde?
Hatte gehofft in dem Buch "elemente chemie 2" was zu finden. Aber ist dann doch sehr schwierig da durch zu sehen.
Ich überlege auch noch ob es einen bestimmten Grund haben kann, warum es gerade diese drei Nachweise sein sollen, aber es hängt sicher mit unserem Thema Komplexbindungen zusammen oder?
Ich hoffe es hat jemand Lust mal drauf zu schauen und mir ein paar Tipps zu geben.
Die Gleichung ist schon richtig, war nur noch nicht ausgeglichen. Zu Cu2[Fe(CN)6] fällt mir nur noch ein, dass es als brauner Niederschlag ausfällt, der sich in Ammoniak wieder lösen lässt unter Bildung des blauen Kupfer(II)tetramin-Komplexes [Cu(NH3)4]2+.
CuSO4 + 2 NH4OH --> Cu(OH)2 + (NH4)2SO4
Auch nur noch ausgleichen. Zu Cu(OH)2 fällt mir ein, dass das ein bläulicher Niederschlag ist, der sich beim Erhitzen in schwarzes CuO umwandelt.
CuSO4 * 5 H2O ist ein blaues Salz, dass beim Erhitzen seine Kristallwasser abgibt. Es entsteht zunächst CuSO4 * H2O bei ca. 100° C, dann oberhalb von 200° C entsteht weißes wasserfreies CuSO4, dass aber gerne wieder Wasser aufnimmt.
In CuSO4 * 5 H2O ist das Cu quadratisch planar von vier H2O Molekülen umgeben, wobei ober- und unterhalb der quadratischen Ebene in größerer Entfernung noch zwei Sauerdtoffe der Sulfat-Ionen an das Cu koordinieren. Wie dass jetzt aber im wasserfreien CuSO4 aussieht, weiß ich auch nicht.
Wegen der Farbänderung... Ich nehme mal an, dass sich die Aufspaltung der d-Orbitale im Ligandenfeld ändern wird, so dass sich die Absorbtionsbande verschiebt und sich somit auch die Farbe der Verbindung ändert.
CuSO4 löst sich beim Einbringen in Wasser unter Bildung des Hexaaqua-Kupfer(II)-Ions [Cu(H2O)6]2+.
CuSO4 + 6 H2O --> [Cu(H2O)6]2+ + SO42-
Zu Eisen:
4 FeCl3+ 3 K4[Fe(CN)6] --> Fe4[Fe(CN)6] + 12KCl
Die Gleichung stimmt so. Fe4[Fe(CN)6] wird als unlösliches Berliner Blau bezeichnet. Das entsteht, wenn Fe3+ : [Fe(CN)6]4- > 1:1 ist. Ist das Verhältniss 1:1 entsteht lösliches Berliner Blau:
Die zweite Gleichung nur wieder richtig ausgleichen. AgCl lösst sich nur deswegen wieder auf, weil in einer gesättigten Lösung von AgCl (wie sie über einem Niederschlag vorliegt) die Sielberionenkonzentration immer noch so groß ist, dass das Komplexbildungsgleichgewicht auf die rechte Seite verschoben wird:
Ag+ + 2 S2O42- <--->> [Ag(S2O3)2]3-
Dadurch gehen aber in dem Gleichgewicht AgCl <--> Ag+ + Cl- Silberionen verlohren, und es geht nach und nach immer mehr AgCl wieder in Lösung.
Mehr fällt mir jetzt dazu im Moment auch nicht ein...
also, wenn ich Ni2+ - Ionen nachweisen moechte, so weiss ich, dass es mit Dimethylglyoxim einen himbeerfarbigen Nd. ergibt. Wie ist dafuer aber die Reaktionsgleichung...?
und kann mir jemand sagen, wie sich der Trennungsvorgang der Ammonsulfidgruppe bzw. der Urotropiegruppe schematisch darstellt? Was ich nacheinander zugeben muss...damit dieses und jenes ausfaellt, sich verbindet...oder keine Ahnung...
Registriert: 01.07. 2005 14:54 Beiträge: 368 Wohnort: Zwickau & Halle
Kleiner Tipp: Geh in die Bibliothek deines Vertrauens und schau mal nach "Jander-Blasius: Lehrbuch der anorganischen und präparativen Chemie". Bessere Übersichten kenn ich (noch) nicht
_________________ Eine Theorie sollte so einfach wie möglich sein, aber nicht einfacher. (A. Einstein)
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