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 Betreff des Beitrags: Aromaschutz
BeitragVerfasst: 27.04. 2008 18:03 
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Laborratte
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Hallo an alle,

Ich bin Wirtschaftsstudent und beschäftige mich im Rahmen eines Innovationsprojektes an meiner Uni mit Kräutern und Gewürzen. Das Problem bei Kräutern und Gewürzen ist deren relativ kurze Haltbarkeit. Ätherische Öle - diese sind für das Aroma verantwortlich - sind leicht flüchtig und deshalb rauchen Kräuter und Gewürze sehr schnell aus.

Deshalb wird oft geraten, man solle diese trocken, lichtgeschützt und unter Ausschluss von Luft bei konstanter Temperatur lagern.

Ich bin auf der Suche nach unkonventionellen Aufbewahrungsformen und habe mich gefragt, ob nicht einige Köche unter euch sind, die dieses Problem kennen und sich aufgrund ihres chemischen Know-hows dazu andere Lösungen überlegt haben.

Danke für Eure Hilfe!

Marian D.


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BeitragVerfasst: 27.04. 2008 18:30 
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ser viele aromastoffe enthalten keton und/oder aldehyd-funktionen, welche reaktiv und oxidationsempfindlich sind. die entsprechenden oxidations und reaktionsprodukte haben dagegen meist keine aromawirkung mehr. chemisch läßt sich da nicht so viel machen, das muss man schätzungsweise akzeptieren.

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Hab ich das gesagt? Oder nur gedacht?....Hab ich gesprochen??.......Haben die mich gehört?

Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben. Aber warum bin ich an das Bett gefesselt?


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BeitragVerfasst: 28.04. 2008 00:49 
er sucht ja nach aufbewahrungsformen. das ist immer eine fragen von kosten und nutzen. das ganze in einem geschlossenen Schrank aufzubewahren ist ja relativ guenstig. Soll es laenger haltbar sein, ab damit in die Tiefkuehltruhe- bei niedriger Temperatur laufen auch chemische Reaktionen langsamer ab. Je kaelter, desto besser- der liebenswerte Stromkonzern wird es Dir danken.
Wie schon geschrieben sind die Sachen oxidationsempfindlich- also sollte man Sauerstoff (Luft) davon fernhalten. Die "einfache" Loesung ist hier eine luftdicht verschlossenes Gefaess (analog der Kaffeedose, die ja auch die Aromen schuetzt), etwas mehr "sophisticated" waere eine Lagerung in Schutzgas (Stickstoff), wie sie in der Verpackung des Ost-Kaffees ueblich war.

Wie man sieht faellt mir auch nichts "wirtschaftliches" ein, was es nicht schon gegeben haette :)

Gruss zonko


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BeitragVerfasst: 28.04. 2008 07:28 
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Laborratte
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Klar, bei den meissten Problemen stellt sich die Kosten/Nutzen Frage - aber die will ich hier fürs Erste ausblenden.

Gibt es in Labors nicht eigene Behältnisse, in welchen solch empfindliche Substanzen gelagert werde oder besonders teure Substanzen, die man nicht einfach "schlecht werden" lassen will? Und wie kann ich mir eine Lagerung in Schutzgas vorstellen - bin kein Techniker, kann mir also von "Lagerung in Schutzgas" nur ein vages Bild machen.

Danke für Eure Hilfe!

Marian D.


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BeitragVerfasst: 28.04. 2008 08:17 
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naja, wenn es sich um kleinere Mengen handelt, werden diese meist in glasampullen, die mit schutzgas gefüllt sind eingeschmolzen. Meist wird Argon oder so verwendet. aber das macht man wirklich nur bei sachen die echt kritisch sind. Höhere Alkalimetalle werden z.b so aufbewahrt.
Bild

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BeitragVerfasst: 28.04. 2008 20:06 
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Assi-Schreck
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Ansonsten für Dinge die man immer mal braucht (einschmelzen ungünstig...) werden sog. Schlenkgefäße verwendet. Die können ganz unterschiedlich aussehen, gemeinsam ist ihnen ein Ansatz mit Hahn. Dort schließt man dann einen Schlauch an und evakuiert das ganze und flutet es mit Argon. Man muss natürlich dafür sorgen dass das ganze einigermaßen gasdicht ist...

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Eine Theorie sollte so einfach wie möglich sein, aber nicht einfacher. (A. Einstein)


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BeitragVerfasst: 28.04. 2008 20:08 
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cool, das kannte ich noch gar nicht. thx für die info

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BeitragVerfasst: 28.04. 2008 22:26 
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Laborratte
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Zunächst möchte ich mich für Euren Input bedanken :)

Das Einschmelzen in Glasampullen bzw. die Schlenkgefäße klingen für mich wie Standardlösungen in chemischen Labors.

Habt ihr eigentlich schon Mal was selber "gebastelt" um die Wirkstoffe in Substanzen zu erhalten?

Danke für Eure Hilfe!

Marian D.


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BeitragVerfasst: 29.04. 2008 08:37 
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naja, standardlösungen sind wohl übertrieben, das hängt ganz vom Labor ab. In der Ausbildung hatten wir eigentlich so gut wie gar nichts mit solchen instabilen Sachen zu tun. Hab nur einmal nen Präparat gemacht wo ich was zur reaktion einschmelzen mußte, aber sonst... Also das hängt echt davon ab mit was das einzelne Labor arbeitet, und da hat man dann meist auch speziallösungen für bestimmte Probleme...

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BeitragVerfasst: 29.04. 2008 10:59 
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"Standard" würde ich Kühlen nennen: Nimm deine Substanz, von mir aus tausch die Luft gegen Stickstoff aus (nicht unbedingt nötig, wenn gut kalt gelagert), pack sie inert ein (z.B. Tefolon-Gefäss oder ähnlich guter Plastikbehälter, musst halt auch auf Kältebeständigkeit achten, evt. ist auch Glas OK) und dann ab in den Gefrierer: "normale" Dinge sind gut aufgehoben bei -20 °C, empfindliche kannst auch bei -78°C aufbewahren und bei hochempfindlichen Dingen kannst du dir ja "fancy" Dinge ausdenken wie gelagert im flüssigen Stickstoff.
Ich meine halt: Dinge mit Evakuieren etc ist vielleicht nicht so eine tolle Idee, wenn du eine leichtflüchtige Substanz hast. - Abfüllen unter Inertatmosphäre ist jedoch natürlich gut machbar...

Aber für den Hausgebrauch ist sowas nicht gerade praktikabel, würd ich mal behaupten. Nicht mal das Gefrieren würde ich in Betracht ziehen: jedesmal wenn du dein Gewürz hervor nimmst, wird es Wasser ziehen und schon hast du einen ****

Grüsse
alpha, der mehr davon verwendet, wenn die Gewürze alt sind - dann sind sie auch schneller alle und neue kaufen freut die Wirtschaft immer ;)

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But it ain't about how hard ya hit. It's about how hard you can get it and keep moving forward.

Rocky Balboa


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BeitragVerfasst: 29.04. 2008 12:06 
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jop, wird nen wahren wirtschaftsaufschwung geben, wenn jetzt ma die ganzen chemiker endlich ihre gewürze aus den stickstoffgefüllten dewargefäßen nehmen un sich mal neu eindecken^^

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BeitragVerfasst: 01.05. 2008 19:52 
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danke für euren input!

beste grüsse,

marian d.


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