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 Betreff des Beitrags: Bestimmung von Oxidationszahlen
BeitragVerfasst: 06.04. 2006 17:13 
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Laborratte
Laborratte

Registriert: 06.04. 2006 14:08
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Kann mir jemand helfen zu dem Thema Benennung von Oxidationszahlen!
Verstehe es leider nicht!!!!
Bin total verzweifelt... :cry:

LG
christina


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 06.04. 2006 17:42 
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Assi-Schreck
Assi-Schreck

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Beiträge: 648
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es gibt zwei Möglichkeiten:
entweder Du sagst, daß Sauerstoff immer -II hat und Wasserstoff immer +I hat... dann muß der Kohlenstoff oder der Schwefel die Oxidationszahl x haben, und zwar genau so, daß die Summe der Oxidationszahlen der Wasserstoffatome und Sauerstoffatome gleich der LAdung bzw. im folgenden Fall = 0 ist.
Also bei Methanol: Die Hydroxylgruppe hat den Wert -I (weil H: +I, O: -II, Summe: -I), jedes Wasserstoffatom am Kohlenstoff jeweils +I (Summe: +III), jetzt summierst Du erneut alle oxZahlen und da kommt ein Wert von +II raus. Nun muß, damit das Molekül insgesamt neutral ist, der Kohlenstoff den Wert -II haben, denn nur so ist die Summe aller oOxidationszahlen =0!

zweite Möglichkeit, gilt immer, auch bei H2O2, wo Sauerstoff -I ist:
Due rechnest die Bindungselektronen voll und ganz dem elektronegativeren Partner zu ("Winner takes all")... und vergleichst nun die Anzahl dieser Elektronen mit dem Grundzustand des Atoms. schau, wieviele Elektronen Du hinzufügen (+i) oder abziehen mußt (-i)!

Beispiel: Wasser...... Sauerstoff hat im Grundzustand sechs Elektronen.... die Bindungselektronen der OH-bindung werden voll und ganz dem Sauerstoff zugeschrieben (weil er elektronegativer ist), womit der Sauerstoff nun insgesamt 8 Elektronen, und die Wasserstoffatome jeweils gar keine hätten. Somit muß die OxZahl des Sauerstoffs -II betragen (er hat sozusagen zwei zuviel), die Wasserstoffatome haben ein Defizit von jeweils einem.... also mußt Du ein Elektron hinzufügen (deswegen +I), um den GZ des H-Atoms zu erreichen!

Dies ist die beste Möglichkeit. Dabei löst sich auch die Frage beim H2O2 auf: zwei miteinander verbundene Sauerstoffatome ziehen jeweils gleichstark an den Bindungselektronen (vgl. Vektorrechnung), also gehört jedem Atom nur ein Bindungselektron. Insgesamt hat der Sauerstoff nur die Bindungselektronen der OH-Bindung, womit der Sauerstoff dann auf 7 Elektronen kommt. Die OxZahl muß deshalb -I betragen...

Übung:

bestimm die OxZahl des Schwefels im Thiosulfat-Ion (kleiner Tip: Eine neg. Ladung kannst Du formal durch ein Wasserstoffatom ersetzen...):wink:

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Zuletzt geändert von Cabrinha am 17.05. 2006 14:41, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: danke für die beschreibung
BeitragVerfasst: 10.04. 2006 11:52 
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Laborratte
Laborratte

Registriert: 06.04. 2006 14:08
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hallo, erstmal danke für die ausführliche beschreibung, werde es mir gleich in ruhe durchlesen und versuchen zu verstehen! habe aber noch eine frage zu diesen beispielen und zwar steht in meinem buch folgendes:

NH4+ es sind ja 4 wasserstoffatome
so und dann steht da: N:1mal(-III) summe aller oxidationszahlen +1

verstehe hier nicht woher die -III herkommt!!!

nächst Bsp:

NH3 steht dann genau das gleiche N:1mal(-III)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.04. 2006 14:52 
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Assi-Schreck
Assi-Schreck

Registriert: 09.06. 2003 17:41
Beiträge: 648
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ganz einfach.... Stickstoff ist e-negativer als H... also... Winner takes all!
Somit hat der Stickstoff im NH3 insgesamt acht Elektronen (inkl. der des freien Elektronenpaares!).... Stickstoff hat, wenn du im PSE nachschaust aber nur 5! somit müssen drei ausgeglichen werden... deshalb -III! :wink:

Beim protonierten ist as dasselbe.... N hat ebenso acht Elektronen... deshalb auch -III! Aber: Die Summe in einem neutralen Molekül muß=0 sein! In einem geladenen Molekül ist sie gleich der LAdung des Moleküls oder Ions: Fe2+ hat die OZ: +II, Fe3+ hat OZ: +III.... das Chloridion -I, der Sauerstoff im Hydroxidion ebenfalls die OZ -II, verrechnet mit der OZ des H (+I) kommt da -I raus! Und 1- ist ja gleich der LAdung des Hydroxidions! :wink:

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