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Ich studiere Kultur- und Medienpädagogik. Ein Nebenfach in diesem Semester war Museumspädagogik- am Beispiel eines Chemie-Museums.
Als Leistungsnachweis müssen wir schriftlich folgende Frage beantworten:
"Warum und mit welchen Argumenten würden Sie einem Schüler zu- oder abraten, Chemie zu studieren?"
Tja, gute Frage! Ich studiere ja nicht Chemie und kenne mich damit nicht aus. Also stelle ich die Frage nun an Euch:
Warum habt Ihr Chemie studiert oder warum möchtet Ihr Chemie studieren? Welche Argumente sprechen dafür bzw. dagegen? Wie verlief das Studium? Wieviel Praxis war / ist im Studium enthalten? Wie lange geht das Studium? Welchen Abschluss erreicht Ihr damit?....
Bitte nehmt euch ein paar Minuten Zeit und beantwortet diese Frage! Ich freue mich auf viele Antworten und sage "Dankeschön"!
zu allererst muss ich sagen, dass ich gar kein Student bin-noch nicht! Werde aber dieses Jahr anfangen Chemie zu studieren, was mich wohl für deine Fragen präsdestiniert .
Amneris hat geschrieben:
warum möchtet Ihr Chemie studieren?
Ganz einfach: Weil es mir Spaß macht (hatte Chemie-Lk in der Schule), was die beste Voraussetzung meiner Ansicht nach ist. Ich mag jetzt nicht auch diese stereotypischen Antworten geben wie z.B. weil ich mal in die Forschung möchte und die Welt später revolutionieren etc. oder ich nen Doktor haben möchte (ca. 90 % der Chemiker promovieren), was auch viele dazu treibt Chemie zu studieren. Für mich ist das ein netter "Bonus". Ich finde einfach auch die Kombination zwischen Theorie und Praxis (handwerkliches) ganz ansprechend, wobei man sich je nach Begabung in die eine oder andere Richtung orientieren kann. Von der Chemie erreicht man auch viele andere interessante Bereiche. Man kann zum Beispiel nach/während einem Chemiestudium in den Marketing- oder aber in den medizineschen Bereich gehn. Chemie ist einfach vielfältig!! Jedoch ist der Spaß an dieser Naturwisschenschaft das wichtigste wie bei anderen Studiengängen auch!
Welche Argumente sprechen dafür bzw. dagegen? Pro: -zentrale (Natur-) wissenschaft, man erreicht alle anderen (Natur-) Wissenschaften von dort aus -gutes Verhältnis zwischen Praxis und Theorie (was aber auch negativ sein kann, je nach dem) -vielleicht die Berufsaussichten?!
Contra: -Lange Studiendauer (Ohne Dr. geht fast gar nichts) -man braucht Durchhaltevermögen und eine hohe Frustationsrate, weil manche Versuche nicht klappen und man viel im Labor stehen muss bzw. das Studium halt so lange dauert
Amneris hat geschrieben:
Wieviel Praxis war / ist im Studium enthalten?
ca. 50 : 50 an Theorie und Praxis (zumindest im Grundstudium /beim Bachelor), im Hauptstudium kann sich das ganze dann leicht verschieben, je nach Spezalisierung. Für weitere Infos siehe hier: http://www.gdch.de/bub/chemstu.pdf ,Seite 18
siehe obige Links mit den entsprechenden Seitenzahlen.
Hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen .
Grüße,
Andreas
_________________ "Es ist ein Zauber der Chemie, dass man aus einem giftigen Gas (Ammoniak) durch einfaches Verbrennen zwei Produkte gewinnen kann, die natürliche Bestandteile der Luft sind." (Plichta)
Zuletzt geändert von andreas am 30.06. 2007 23:47, insgesamt 1-mal geändert.
hi bin ja noch neu hier und kann mich ab oktober dieses jahres auch zum kreis der chemiestudenten zählen, daher denke ich,dass ich mich auch durchaus angesprochen fühlen kann.
warum chemie studieren? gute frage vielleicht beschreibt es ein etwa verfälschtes zitat aus goethes faust
Zitat:
Wissen was die Welt im Inneren zusammenhält
generell finde ich die chemie als die interessanteste naturwissenschaft, da sie wie von andreas schon gesagt biologie, physik, mathe und auch die medizin verbindet, was sie sehr flexibel macht.
dies hat logischerweise zu folge, dass ein studierter chemiker in vielen berufsbildern arbeiten kann z.b
-forschung
-industrie
-hochschule
oder auch sachen an die man gar nicht denkt bankwesen,softwareentwicklung und patentrecht
des weiteren ist die jobsicherheit in der chemiebranche relativ groß.
zwar hat das chemiestudium auch bestimmt seine nachteile, wie zeitintensiv,auch niederlagen muss man einrechnen, dies wird auch durch die hohe abbrecherquote deutlich, welche im durchschnitt bei 60% nach dem ersten semester liegt.
die chemie ist halt wie physik,mathematik etc. und werden meist nur von leuten studiert, die das fach einfach lieben(so wie meine wenigkeit,hatte auch chemie lk)
oder sich dafür interessieren, was nicht unbedingt viele sind auf nationaler ebene, deutlich wird dies auch daran, dass die chemie kein nc fach an fast allen universitäten ist.
jedenfalls freue ich mich schon auf das studium, vorallem ist die große menge an möglichen schwerpunkten interessant.
hohe abbrecherquote deutlich, welche im durchschnitt bei 60% nach dem ersten semester liegt.
Also, mir sind da "nur" Abbrecherquoten von 30-40% bekannt. 60% empfinde ich ein wenig hoch.
splash hat geschrieben:
oder auch sachen an die man gar nicht denkt bankwesen,softwareentwicklung und patentrecht
Chemie und Softwarentwicklung? Hab ich ja noch nie gehört, was nicht heißen soll, das es das nicht auch gibt.
splash hat geschrieben:
die chemie ist halt wie physik,mathematik etc
Ich versteh nicht ganz, was du damit sagen willst. Was meinst du genau?
Grüße,
andreas
P.S. Wo fängst du denn nächstes Jahr an zu studieren??
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Oh doch, Softwareentwicklung gehört auch dazu, schliesslich ist es von Vorteil, wenn man auch etwas von Chemie versteht, wenn man lustige Programme schreiben will, die einem alles mögliche berechnen können.
Abgesehen davon ist je nach Uni auch mehr oder weniger Informatik im Studienplan inbegriffen - oder zumindest Anwendungen der Informatik...
Grüsse
alpha
Weshalb Chemiestudieren? - Wenn man einen dringenden Wunsch nach Selbstzerstörung hat.
Wie lange das Studium geht? - Laaange, bzw. ganz kurz: Du hast so viel zu tun, dass du kaum noch merkst, wie schnell die Zeit vergeht.
Wieviel Praxis? - Viel, von der Zeit an der Uni eher im Mittel vielleicht ca. 50%. Allerdings muss man doch sagen, dass die Praxis zwar zeitintensiv ist, aber kaum ein Hindernis darstellt: Praktika werden fast immer bestanden - und wenn nicht, dann liegt das an den Prüfungen, die dazu gehören und nicht an den zwei linken Händen (sonst hätte ich mich auch noch schwerer getan).
_________________ But it ain't about how hard ya hit. It's about how hard you can get it and keep moving forward.
hi andreas mit dem vergleich von chemie,physik und mathematik wollte ich nur sagen, dass die chemie nicht so einen großen zulauf hat wie medizin z.b. und hat somit keinen nc fast überall
ich habe mich bereits in darmstadt und mainz beworben und habe von beiden unis schon eine zusage, möchte aber am liebsten an die uni göttingen nur meine alte macht stress wegen kosten und finanzierung etc. und du?
ich habe mich bereits in darmstadt und mainz beworben und habe von beiden unis schon eine zusage, möchte aber am liebsten an die uni göttingen nur meine alte macht stress wegen kosten und finanzierung etc. und du?
Ich weiß leider nicht so genau, wo ich studieren will. Marburg wäre ganz nett, aber die Stadt ist klein und die Uni hässlich. Vielleicht kommt noch Aachen oder Bonn in Frage. Berlin wäre auch ne Alternative. Aber da bin ich mir noch nicht sicher . Göttingen klingt auch ganz nett.
Ist es nicht prinzipiell egal, wo du studierst, die Kosten in Göttingen, Darmstadt oder Mainz unterscheiden sich doch kaum??!! Oder meinst Studiengebühren?
Grüße,
Andreas
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Also ich bin jetzt im 4. Semester. Quasi Halbzeit. Ich studiere nicht direkt Chemie an einer Uni sondern Chemische Technologie an der Hochschule Darmstadt.
Warum? Ich geb zu, ich wollte eigentlich gar nicht Chemie machen aber da ich aus doofen Umständen spontan was neues brauchte ohne lange Wartezeit hat sich Chemie in Darmstadt angeboten. Ich hab's angetestet und wie man sieht macht es Spaß und ich bleibe dabei!
Wir hatten von Anfang an auch Praxis im Studium. Man muss einfach auch das Handwerkliche beherrschen. Aber ich würde auch sagen 50:50 ist der Anteil von Praxis zu Theorie.
Ich selbst empfinde das Studium jetzt nicht als so hammerschwer, wie viele Leute glauben. Aber einerseits lerne ich unglaublich schnell und andererseits fehlen mir Vergleichsmöglichkeiten, da ich halt echt nur das Chemiestudium kenne.
Vielleicht auch noch interessant ist, dass wir im 4. Semester (man kann es auch verschieben) ein berufspraktisches Semester ablegen müssen. Heißt: in der Industrie/Forschung/whatever wirklich arbeiten.
Contra: -Lange Studiendauer (Ohne Dr. geht fast gar nichts)
wie sieht das denn aus wenn ich diplom chemikerin bin und nicht promoviere? bringt mir das denn gar nichts? weil nach 5 jahren zu promovieren dauert nochmals bis zu 5 jáhren (so weit ich weiß) und so lange will ich nicht an der uni sein und nichts verdienen. ich will eher einen diplom und dann arebeiten und geld verdienen. wie seht ihr das? glaubt ihr, ich werds schwierig haben weil ich keinen doktor titel habe?
_________________ ...too low to find my way, too high to wonder why...
Registriert: 27.01. 2006 13:36 Beiträge: 639 Wohnort: nahe Bonn
Zitat:
glaubt ihr, ich werds schwierig haben weil ich keinen doktor titel habe?
Hängt ganz von Dir ab... Nach meinen Erfahrungen musst Du, um dann einen Job zu finden
* flexibel sein: Du kannst nicht erwarten, dass Dir ein Job vor der Haustür angeboten wird. Stellen für Diplom-Chemiker sind wesentlich seltener als die für Chemiker.
* Der Weg in die Forschung ist wesentlich schwieriger als mit Dr-Titel.
* Kommt häufiger mal vor, dass Du Dich rechtfertigen muss, warum Du keinen Dr. machst. Wird meist so interpretiert, dass Du merkst, das falsche Fach studiert zu haben oder dass Du zu schlecht bist.
* Entsprechend muss Deine Diplomnote recht gut sein, nach einer Promotion interessiert sie kaum noch. (Die Noten bei Promotionen fallen im Schnitt besser aus als beim Diplom.)
Also das sind meine Erfahrungen mit Jobsuche als Diplom-Chemiker ohne Promotion...
Es ist definitiv nicht unmöglich! Aber es ist schwieriger.
aber promotion dauert doch atsächlich bis zu fünf jahre...da ist man ja shcon fast dreißig und hat immernoch nicht gearbeitet und nichts verient...geht das nicht dass man arbeitet und gleichzeitig promoviert? dann wärs ja ganz ok..aber man hat halt nichts wenn ich 10 jahre studier und dann noch auf jobsuche gehen und irgendwann will ich halt mal kinder und so gleichzeitig promovieren und arbeiten das wär klasse, dann hätte man auch einen verdienst mit dem man leben kann..
Zitat:
Diplom-Chemiker sind wesentlich seltener als die für Chemiker.
selten klingt ja fast wie "nicht vorhanden".... ich habs mir anders vorgestellt. was macht denn so ein diplom chemiker bei ner firma? welche aufgaben hat man?
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aber promotion dauert doch atsächlich bis zu fünf jahre...da ist man ja shcon fast dreißig und hat immernoch nicht gearbeitet und nichts verient...geht das nicht dass man arbeitet und gleichzeitig promoviert? dann wärs ja ganz ok..aber man hat halt nichts wenn ich 10 jahre studier und dann noch auf jobsuche gehen und irgendwann will ich halt mal kinder und so gleichzeitig promovieren und arbeiten das wär klasse, dann hätte man auch einen verdienst mit dem man leben kann..
Als Doktorand in Deutschland hat meine eine halbe Stelle; das bedeutet, dass du nicht nur an deiner Doktorarbeit arbeitest, sondern Studentenpraktika betreust, Seminare hälst etc. und dafür bekommst du dann auch Geld. Ein Vermögen ist es natürlich nicht, aber besser als nichts.
Wenn du Glück hast findest du einen Job, den du noch abends nach deiner Laborarbeit machen kannst oder am Wochenende. Ansonsten gibt es nicht viel Möglichkeiten während einer Promotion zu arbeiten. Da hast du so schon genug zu tun.
achso, das wusste ich nicht. ich will jetzt nicht gierig klingen, aber weist du was man da so ungefähr kriegt? aber is ja immerhin gut, dass man nicht nur an seiner doktorarbeit rumsitzt sondern auch mit anderen studenten was macht!
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Das sind so ca. 1000 Euro. Genaues Gehalt hängt von Alter, Ort und Familienstand ab.
So idyllisch ist das nicht: Promotion + Studenten betreuen.
Alle Doktoranden mit denen ich bislang gesprochen hab sehen das eher nachteilig, was es ja auch ist. Du musst deine Arbeit im Labor ja trotzdem schaffen, aber während des Semesters zusätzlich noch im Praktikum bei den Studenten stehen, Protokolle korrigieren etc.
Dein Chef will ja Ergebnisse sehen, je nach dem wie gut er dich betreut. Und dann kannst du nicht kommen und sagen, och ich hatte letzte Woche so viel mit den Studis zu tun.
Du bekommst nur Geld für eine halbe Stelle, aber arbeiten musst du Vollzeit.
Das ist wie im Studium da kommt man i.d.R. um 9 und geht spät abends. Je nach Experiment bleibt so manch einer auch mal die ganze Nacht oder kommt am Wochenende rein.
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