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 Betreff des Beitrags: Bachelor Chemie
BeitragVerfasst: 01.10. 2005 17:36 
Wie stehen die Chancen auf eine Anstellung mit einem guten Bachelor-Abschluss in Chemie?

Ist der Master zwingend nötig, um auf ein anständiges Gehalt zu kommen?


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BeitragVerfasst: 01.10. 2005 17:58 
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Assi-Schreck
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was verstehst du unter nem anstängigem gehalt ??
ausserdem glaube ich kaum, dass hier einer industriekontakte hat die ihm das sagen können ob ein master zwingend notwendig ist.
kommt auch eben auf die firma an. habe schon zig inserate für bachelor-chemiker gesehen.

ein guter abschluss ist kein garant für ne einstellung.
man muss sich auch gut verkaufen können, leistung bringen, angagiert sein udn teamfähig.
ein abschluss alleine sagt nicht so viel.

mir scheint es, dass du nach geld studierst nicht nach interesse.
sowas merken die chefs.


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BeitragVerfasst: 01.10. 2005 19:12 
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Pee !!! hat geschrieben:
ein guter abschluss ist kein garant für ne einstellung.
man muss sich auch gut verkaufen können, leistung bringen, angagiert sein udn teamfähig.
ein abschluss alleine sagt nicht so viel.

mir scheint es, dass du nach geld studierst nicht nach interesse.
sowas merken die chefs.


Stimme dir voll und ganz zu! - Der Studi-Alltag ist ziemlich praxisfern und die Prüfungen geben im Prinzip, meiner Auffassung nach, keinerlei Aufschluss über die Tauglichkeit einer Person im Arbeitsalltag, sind ja reichlich künstliche Umstände!
Neben den genannten Eigenschaften sollte man wohl auch noch reichlich viel Flexibilität, Freude an Improvisation und Bereitschaft, neue Dinge zu lernen mitbringen.

Über das Gehalt, kann ich auch nicht viel sagen ausser: Sei froh, wenn du überhaupt eines bekommst, das ist ja heute nicht mehr selbstverständlich! - Theoretisch müsste es so sein, dass man nach Bachelor einen tieferen Einstiegslohn hat, als nach Master - Dafür hast du dann später ein, zwei Jahre mehr Berufserfahrung als Gleichaltrige, was sich auch in klingender Münze auszahlen KANN. Aber wenn du nach dem Bachelor keinen Bock mehr hast, weiter zu studieren, kann arbeiten das richtige sein, denn du kannst den Master ja immer noch später machen. - Und Studieren ohne Bock ist nicht so ganz das Wahre!

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BeitragVerfasst: 02.10. 2005 11:28 
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Wenn man als Diplomchemiker eigentlich immer promovieren muss, kann ich mir nicht vorstellen, dass man mit einem Bachelor überhaupt einen Job findet. Der Master wird Pflicht sein, wenn man nicht eh noch nen PhD hinten dran hängen muss. Warum sollte sich das auf einmal alles ändern, nur weil der Abschluss dann anders heißt.

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BeitragVerfasst: 02.10. 2005 14:11 
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Assi-Schreck
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das gilt denke ich eher für die Uniabsolventen.
An der FH sieht es anders aus.
Viele Chemiefirmen nehmen auch gerne Chemie-Ingenieure von der FH, ohne dass sie einen Dr.-Titel ihr eigen nennen.Alleine schon aus finanzieller sicht.
Man muss sich die studienzeiten zwischen bachelor(FH) udn diplom(FH) anschauen und feststellen dass sie fast äquivalent sind.


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BeitragVerfasst: 02.10. 2005 14:38 
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FH ist ja auch ne ganz andere Geschichte, nicht zuletzt, was den Praxisbezug angeht!

Dass man als (Uni)-Diplom-Chemiker, also Mensch, der gerade mal 6 Monate selbstständig im Labor gestanden hat, keinen allzu tollen Job erwarten darf dürfte klar sein ... und bei einem Bachelor wird das nicht anders aussehen ... zumal der Abschluss ja auch gar nicht als diplomÄquivalent ausgelegt ist ...

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BeitragVerfasst: 02.10. 2005 16:16 
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Außerdem, ein Bachelor, der maximal 3,5 Jahre dauert (oftmals aber auch nur 3 Jahre) ist sicherlich in keiner Weise vergleichbar mit einem Diplom, in das man in der Regel 5 Jahre investiert hat... Das Diplom entspricht einem Master-Abschluss.

Und, ein Chemie-Ingenieur wird einen ganz anderen Einsatzgebiet haben als ein promovierter Chemiker... Im allgemeinen kann man auch sagen, in der Reihenfolge Bachelor - Master/Diplom - Doktor wird das Einstiegsgehalt steigen und auch die Verantwortung, die man in seiner Stelle trägt.

Taleyra


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BeitragVerfasst: 02.10. 2005 16:55 
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Assi-Schreck
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Diplom (FH) dauert aber keine 5 Jahre.
Deshalb kann man an den FHs zwischen Bachelor udn dem alten Diplom-system durchaus vergleiche ziehen.
Taleyra ich bezog mich eben auf pizzies aussage, dass man als diplomierter chemiker promovieren muss.
ich wollte nur damit sagen dass dies nicht für alle lehranstalten gilt.

Also man muss deutlich bei den B/M-Systemen zwischen UNi und FH unterscheiden.


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BeitragVerfasst: 04.10. 2005 13:20 
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Ein diplomierter Chemiker ist etwas anderes als ein Chemie-Ingenieur!! ;) Und ein Chemie-Ingenieur kann sich nicht diplomierter Chemiker nennen! Meine Aussage war damit eigentlich eindeutig wen ich meinte!

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BeitragVerfasst: 09.02. 2008 13:19 
Dass ein Chemie Diplom einem Chemie Master entspricht ist schlicht weg falsch, wird von der Wirtschaft jedoch so interpretiert und bezahlt.

Und für die armen Menschen, die ein Diplom gemacht haben und der Meinung sind, dass das Arbeit war.... Schaut euch einfach mal den Rahmenplan des Bachelors und des Masters, das Zustandekommen der Noten (u.a. die Fächer, Art der Überprüfung) und vor allem die Praktika an. Es ist immer leicht zu urteilen, wenn man es nicht selbst gemacht hat. Nur entspricht das keineswegs der realität. Im übrigen wird der Bachelor-Chemie Studiengang an vielen unis abgespeckt, weil endlich klar geworden ist, dass der arbeitsaufwand einfach zu hoch ist.


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BeitragVerfasst: 11.02. 2008 01:03 
Sorry Hals, aber der einzige der keine Ahnung hat bist Du.

Die Curricula der BSc/MSc-Studiengaenge unterscheiden sich von Uni zu Uni sehr sehr stark und daher ist von vorneherein keine allgemeingueltige Aussage treffbar.

Ich habe an meiner Uni (als einer der ersten Jahrgaenge Deutschlands ueberhaupt) nach BSc/MSc studiert, waehrend parallel noch Diplom-Chemie angeboten wurde. So what?

Es gibt nicht mehr "den Bachelor" und "den Master" in Chemie, wie Du das oben schreibst. Ob man das gut oder schlecht finden soll, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Aber Du scheinst ja zu denken, dass Du die aermste Wurst ueberhaupt bist. Es kann ja saogar gut sein, dass an Deiner Uni bei der Umstellung Scheisse gebaut wurde, aber das ist auf die meisten anderen Unis (und ich bin doch ein wenig rumgekommen) _nicht_ zu.

Und schon allein daran, dass Diplom und Master zur Promotion berechtigen, sieht man, dass es equivalente Abschluesse sind.

Also: lass Deinen Frust woanders ab. Jedem wird das Chemiestudium mal zu viel, aber das ist kein Grund sich als der Super-Arbeiter hinzustellen.

Gruss zonko


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BeitragVerfasst: 14.02. 2008 21:08 
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Assi-Schreck
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hier mal ein interessanter artikel aus einer schweizer zeitung zum thema bachelor/master (FH).
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BeitragVerfasst: 08.05. 2008 14:26 
bei uns an der Uni (Mainz) hat vor ein paar Jahren mal Jürgen Hambrecht (Vorstandsvorsitzender der BASF) einen Vortrag über die Zukunft der chemischen Industrie gehalten. Anschließend gab es noch eine kleine Diskussion, in der es auch um das Thema "Studienabschlüsse" ging.
Seine Antworten waren damals klar:
- ein Diplom-Chemiker ohne Dr. hat bei ihnen kaum eine Chance
- ein Chemie-BSc. ohne weiteres erst recht nicht.

Sicher darf man das nicht verallgemeinern, aber da es in der Industrie ja schon ohne Promotion schwierig ist, wird es mit einem bloßen Bachelor sicher nicht einfacher.


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BeitragVerfasst: 08.05. 2008 19:26 
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ns hat geschrieben:
kaum eine Chance
- ein Chemie-BSc. ohne weiteres erst recht nicht.

Sicher darf man das nicht verallgemeinern, aber da es in der Industrie ja schon ohne Promotion schwierig ist, wird es mit einem bloßen Bachelor sicher nicht einfacher.


da redest du aber von den uni BSc, bei dem FH'lern sieht das ganz anders aus, die Absolventen unserer Fh haben alle zu 100% einen job bekommen, und das ohne große Mühen.........

_________________
Hab ich das gesagt? Oder nur gedacht?....Hab ich gesprochen??.......Haben die mich gehört?

Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben. Aber warum bin ich an das Bett gefesselt?


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BeitragVerfasst: 10.05. 2008 21:25 
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Wohnort: nahe Bonn
Ich kann die Aussage von ns so bestätigen - habe das sowohl von Leuten von der BASF als auch der Bayer AG gehört. Allerdings - da die Gesprächsrunden mit Uni-Studenten stattfanden - bezog sich das auch klar auf Uni-Absolventen. Und vor allem ist das auch bei mir schon ca. 3 Jahre her. Damals waren Bachelor und Master für die Industrie noch weit weg - gab ja noch keine Absolventen. Denke, dass sich die Einstellung zu den neuen Abschlüssen ändern wird, wenn diese zur Normalität gehören. Dann wird's auch Jobs für Leute geben, die "nur" nen Uni-BSc haben - wenn auch vermutlich eher wenige.


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