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Hallo! Ich bin in der misslichen Situation, mir mit meinem jetzigen Studium aufgrund der viel höheren Physikanteile mir doch etwas zu viel zugemutet haben als bei einem reinen Chemiestudium (ich studiere Nanostrukturwissenschaften). Mein Plan wäre: Erst CTA-Ausbildung, dann reine Chemiestudium. So hätte ich ne Sicherheit, falls es nicht klappt (und das Gefühl einer Sicherheit ist für mich goldwert) und auch wenn ich nicht zum Master zugelassen werden würde, hätte ich mit dem Bachelor-Abschluss mehr Chancen als andere BA-Absolventen aufgrund der praktischen Erfahrung in der Ausbildung, die im Studium ja weitaus weniger stattfindet. Hört sich soweit ganz gut an, nur sagte mir jetzt wer, dass die Ausbildung vorher für die Tonne wäre, da ich durch die schulische Ausbildung keine Berufserfahrung hätte und mich kein Betrieb einstellen würde, wenn ich erst die Ausbildung mache, dann sofort studiere, dann z.B. nach 2 Jahren scheitere. Ist das echt so?? Fakt ist doch, dass man ne Menge mehr praktische Erfahrung hat und die geht einem ja nicht aufeinmal nach zwei Jahren verloren - v.a., weil man ja im Studium auch praktisch arbeitet. Wäre über ganz viele Antworten dankbar.
Mal angenommen du gibst nach 2 Jahren Chemiestudium tatsächlich auf (für diesen Fall willst du ja die Ausbildung), dann hast du in deinem Lebenslauf ein abgebrochenes Chemie-verwandtes Studium, eine erfolgreiche Ausbildung, aber dann wiederum ein abgebrochenes Chemiestudium. Naja, sieht jetzt nicht so prickelnd aus oder? Warum sollten die jetzt dich nehmen statt jemanden der jünger ist und nur eine Ausbildung hat? Du hättest dann zwar 2 Jahre Chemie studiert, aber da du abgebrochen hast wohl nicht unbedingt erfolgreich. Und wenn du mehr oder weniger ohnehin schon planst nicht weiter zu gehen als bis zum Bachelor dann kannst du dir das Studium gleich sparen. Denn niemand braucht jemanden, der eine Ausbildung und einen Bachelor in Chemie hat, da reicht für die Einstellung als CTA auch eine einfache Ausbildung ohne Studium. Viele Unis haben als einziges Einstiegkriterium für den Master einen Bachelor mit einem Schnitt von 2,50 oder besser - mit etwas Anstrengung sollte das zu machen sein. Und wenn nicht, dann eben wiederum die Frage wie das wohl bei einer Bewerbung aussieht, wenn du eine Ausbildung hast und danach noch einen nicht besonders guten Bachelor....
Also ich würde dir empfehlen dich zu entscheiden was es sein soll - eine Tätigkeit als CTA, wofür eine Ausbildung reicht. Oder willst du weiter rauf auf der Karriereleiter und doch studieren? Dann sollte dir aber auch klar sein, dass die klare Mehrheit der Chemieabsolventen auch noch promoviert um die Einstellungschancen und späteren Aufstiegschancen zu erhöhen.
Betreff des Beitrags: Re: CTA-Ausbildung vor Studium?
Verfasst: 13.01. 2012 17:46
Laborratte
Registriert: 13.01. 2012 16:25 Beiträge: 5
SantaMaria hat geschrieben:
Halte das auch nicht für vorteilhaft/optimal.
Mal angenommen du gibst nach 2 Jahren Chemiestudium tatsächlich auf (für diesen Fall willst du ja die Ausbildung), dann hast du in deinem Lebenslauf ein abgebrochenes Chemie-verwandtes Studium, eine erfolgreiche Ausbildung, aber dann wiederum ein abgebrochenes Chemiestudium. Naja, sieht jetzt nicht so prickelnd aus oder? Warum sollten die jetzt dich nehmen statt jemanden der jünger ist und nur eine Ausbildung hat? Du hättest dann zwar 2 Jahre Chemie studiert, aber da du abgebrochen hast wohl nicht unbedingt erfolgreich. Und wenn du mehr oder weniger ohnehin schon planst nicht weiter zu gehen als bis zum Bachelor dann kannst du dir das Studium gleich sparen. Denn niemand braucht jemanden, der eine Ausbildung und einen Bachelor in Chemie hat, da reicht für die Einstellung als CTA auch eine einfache Ausbildung ohne Studium. Viele Unis haben als einziges Einstiegkriterium für den Master einen Bachelor mit einem Schnitt von 2,50 oder besser - mit etwas Anstrengung sollte das zu machen sein. Und wenn nicht, dann eben wiederum die Frage wie das wohl bei einer Bewerbung aussieht, wenn du eine Ausbildung hast und danach noch einen nicht besonders guten Bachelor....
Also ich würde dir empfehlen dich zu entscheiden was es sein soll - eine Tätigkeit als CTA, wofür eine Ausbildung reicht. Oder willst du weiter rauf auf der Karriereleiter und doch studieren? Dann sollte dir aber auch klar sein, dass die klare Mehrheit der Chemieabsolventen auch noch promoviert um die Einstellungschancen und späteren Aufstiegschancen zu erhöhen.
Klar, wenn ich die 2,5 schaffe, würde ich auch den Master dranhängen wollen, aber ich weiß nunmal das ein Studium kein Zuckerschlecken ist und es kann auch sein, dass man an den 2,5 vorbeischlittert. Und mehr als sein Bestes geben kann man nun mal nicht. Und natürlich will ich möglichst gut dastehen karrieretechnisch. Aber vielmehr interessiert mich dennoch, was du zu dem von einer anderen Person aufgeführten Aussagen hältst, die ich nochmal wiederhole: "Nur sagte mir jetzt wer, dass die Ausbildung vorher für die Tonne wäre, da ich durch die schulische Ausbildung keine Berufserfahrung hätte und mich kein Betrieb einstellen würde, wenn ich erst die Ausbildung mache, dann sofort studiere, dann z.B. nach 2 Jahren scheitere." Der Arbeitgeber sieht dann zwar, dass ich zwei Studiengänge abgebrochen habe, aber er sieht möglicherweise auch einen guten Ausbildungsabschluss und, dass ich einige Module erfolgreich gemeistert habe und damit mehr wissen habe, als einer, der einfach nur ne CTA-Ausbildung hat.
Aber vielmehr interessiert mich dennoch, was du zu dem von einer anderen Person aufgeführten Aussagen hältst, die ich nochmal wiederhole: "Nur sagte mir jetzt wer, dass die Ausbildung vorher für die Tonne wäre, da ich durch die schulische Ausbildung keine Berufserfahrung hätte und mich kein Betrieb einstellen würde, wenn ich erst die Ausbildung mache, dann sofort studiere, dann z.B. nach 2 Jahren scheitere."
Eine Ausbildung ist eine Ausbildung und stellt keine Berufserfahrung dar, da du lernst und i.d.R. ja auch nur zur Schule nebenher gehst und Prüfungen ablegen musst. Soll heißen, dass auch eine Ausbildung in einem Betrieb, z.b. als Schreiner etc., keine Berufserfahrung darstellt. Berufserfahrung beginnt erst dann, wenn man die Ausbildung erfolgreich beendet hat und sich offiziell als in diesem Fall Schreiner bezeichnen darf. Also hast du eine Ausbildung zum CTA, aber damit noch keine Berufserfahrung. Ob dich ein Betrieb nach erfolgreicher Ausbildung und gescheitertem Studium einstellt, kann dir keiner sagen, das hängt vom Betrieb und den Mitbewerbern ab.
Mit einem Bachelorabschluss wirst du i.d.R. als CTA eingestellt. Also mehr als eine Laborantenstelle/TA-Stelle brauchst du mit einem Bachelorabschluss in Chemie nicht zu erwarten und wenn sich Leute mit CTA-Ausbildung bzw. Bachlor-Ausbildung bewerben, dann werden meist CTAs bevorzugt, da diese die bessere praktische Ausbildung haben. Also ist eine CTA-Ausbildung PLUS Bachelor in Chemie nicht ein so großer Vorteil, weil die praktische Ausbildung bei der CTA-Ausbildung besser ist und als CTA bist du hinterher in der Hauptsache praktisch tätig und brauchst nicht so sehr das tiefgehende theoretische Wissen aus dem Bachelor.
Wie die Jobchancen mit dem einen oder anderen Werdegang am Ende sind kann niemand sagen. Wenn du also meinst erst eine Ausbildung machen zu wollen um dann noch zu studieren, dann tu dies.
Betreff des Beitrags: Re: CTA-Ausbildung vor Studium?
Verfasst: 17.01. 2012 17:50
Laborratte
Registriert: 13.01. 2012 16:25 Beiträge: 5
Zitat:
Also hast du eine Ausbildung zum CTA, aber damit noch keine Berufserfahrung. Ob dich ein Betrieb nach erfolgreicher Ausbildung und gescheitertem Studium einstellt, kann dir keiner sagen, das hängt vom Betrieb und den Mitbewerbern ab.
Mit einem Bachelorabschluss wirst du i.d.R. als CTA eingestellt. Also mehr als eine Laborantenstelle/TA-Stelle brauchst du mit einem Bachelorabschluss in Chemie nicht zu erwarten und wenn sich Leute mit CTA-Ausbildung bzw. Bachlor-Ausbildung bewerben, dann werden meist CTAs bevorzugt, da diese die bessere praktische Ausbildung haben. Also ist eine CTA-Ausbildung PLUS Bachelor in Chemie nicht ein so großer Vorteil, weil die praktische Ausbildung bei der CTA-Ausbildung besser ist und als CTA bist du hinterher in der Hauptsache praktisch tätig und brauchst nicht so sehr das tiefgehende theoretische Wissen aus dem Bachelor.
Danke für die Antwort. Laut deiner Formulierung "Also ist eine CTA-Ausbildung PLUS Bachelor in Chemie nicht ein so großer Vorteil, ...", kann man schließen, dass ich das Ziel hätte, erst ne Ausbildung zu machen und dann lediglich den BA zu machen. Mein Zeil wäre das nicht, sondern dieses Szenario soll lediglich darstellen, dass es auch sein könnte, dass ich zum Master nicht zugelassen werden würde und somit "nur" den BA hätte.
Die Ausbildung soll einfach ne Sicherheit darstellen und mir während dem Studium ein gutes Gefühl vermitteln, sodass ich sagen kann: "Hey, wenigstens hab ich schonmal ne Ausbildung, dann wäre es auch kein Weltuntergang, wenn es doch nicht mehr klappt mit dem Studium." Wie du schon gesagt hast, hängt es vom Betrieb und von den Mitbewerbern ab, ob sie jemanden nach erfolgreicher Ausbildung und gescheitertem Studium einstellen, aber dennoch würden mich mal weitere Meinungen dazu interessieren bzg. der Berufschancen zwischen jemandem, der eine erfolgreiche CTA-Ausbildung absolviert hat (ein guter Abschluss sei mal angenommen), dann zwei Jahre studiert hat und dann das Studium nicht schafft und sich nun für ne Stelle als CTA bewirbt und jemandem, der grade frisch die Ausbildung absolviert hat. Fakt ist jedenfalls, dass - wie ich gehört habe - es z.B. einige Leute gibt, die erst ne PTA-Ausbildung gemacht haben vor dem Pharmaziestudium - und jeder weiß, dass das ein enorm zeitaufwendiges Studium ist. Daraus kann man schließen, dass es auch einige PTAs geben wird, die trotz Ausbildung gescheitert sind. Ich glaube nicht, dass die deshalb keiner mehr nehmen wird - zumal sie im Studium ja auch praktisch arbeiten. Heute habe ich außerdem einen ehemaligen Mitschüler wiedergesehen: Der macht jetzt ne PTA-Ausbildung und will danach studieren. Es gibt nicht nur: Entweder <--> Oder Es gibt auch beides - und das nicht zu wenig. Meine Sichtweise: Bei demjenigen, der grade erst die Ausbildung absolviert hat, liegt genauso wenig Berufserfahrung vor, wie bei demjenigen, der sich nach gescheitertem Studium bewirbt: nämlich gar keine. Und ich kann mir nicht vorstellen, auf einmal das in der Ausbildung Gelernte vergessen zu haben - zumal ja im Studium auch immer wieder mal praktisch gearbeitet wird und das chemische Wissen zumal höher ist als das eines reinen CTA - auch wenn dieser Punkt vielleicht nicht so eine große Rolle spielen wird, da ein CTA nicht soo viel wissen muss, aber ich kann mir vorstellen, dass es nicht grade schlecht ankommt, wenn man sieht, dass der Bewerber bereits einiges mehr an Chemie drauf hat - auch wenn er dann im Studium gescheitert ist. Wäre klasse, wenn hierzu noch ein paar Leute was sagen könnten: Möglicherweise auch welche, die mit dem Beruf CTA was zu tun haben. Danke bereits im Voraus!
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