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Psychische Belastungen im Chemiestudium

ein Forum, das sich mit Studienfragen aller Art beschäftigt

Moderator: Chemiestudent.de Team

SantaMaria

Beitragvon SantaMaria » 03.01. 2005 21:41

Das klang jetzt alles ziemlich abschreckend, finde ich!!! :shock:

Ich bin jetzt im dritten Semester. In den ersten beiden hatte ich zwei AC-Praktika und die Vorlesungen, in diesem Semester habe ich mein OC-Praktikum. Die AC fand ich klasse. Das hat mich alles sehr interessiert und hat auch sehr viel Spass gemacht. Der OC kann ich ehrlich gesagt nicht allzu viel abgewinnen. Hab jetzt auch (mit 43 Punkten) die erste OC-Klausur nicht bestanden. Es gibt noch zwei, die muss ich dann aber auch bestehen. Mein Studium will ich auf jeden Fall weitermachen, da ich ja AC so toll finde, frage mich jetzt allerdings wie es mit OC weitergehen soll. Mir machen vor allem die Namensreaktionen zu schaffen und das man lernen muss auf welche 1000 verschiedenen Arten man Ester oder was weiß ich was herstellen kann. Das kann ich mir einfach nicht alles merken! Wie war’s denn bei euch so???

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Beitragvon HoWi » 03.01. 2005 21:54

Also ich habs mir immer ins Kurzzeitgedächtnis geprügelt, aber lernen muss man es - am Besten richtig, nicht so wie ich! Da musst du leider durch, aber man schafft es schon, keine Sorge!

Lass dich nicht abschrecken, mit ein bisschen fleiß schafft man das alles!

Ciao
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Beitragvon ondrej » 03.01. 2005 22:14

Ich habe OC auch immer gehasst. Ich finde die AC sieht wenigstens ein, dass manche Sachen nicht unbedingt logisch sind, die OC versucht immer dafuer Regeln zu finden, die genausoviele Ausnahmen haben wie funktionierende Beispiele. Aber gut, das ist eine subjektive Meinung.
Fakt ist, dass ich mein Diplom in OC bestanden habe (sogar recht gut) ohne eine einzige Namensreaktion gelernt zu haben. Klar kann man damit boese auffliegen, aber man mag es vielleicht gar nicht glauben, aber wenn man sich in der Pruefung selber was herleiten kann, macht es mehr Eindruck als wenn man es stur runterrattert.
Und was das mit den Assistenten angeht, so muss man einfach bedenken, dass jeder mal Fehler machen kann. Ein Assistent ist ja in erster Linie ein Doktorand, der unter immensem Druck steht seine Doktorarbeit in kurzer Zeit einen grossen Schritt voran zu bringen. Da ist die Betreuung von einem Praktikum ein klares Hindernis. Man bemueht sich aber trotzdem, den Studenten die best moegliche Betreuung zu bieten. Wenn dann mal ein Versuch nicht klappt, dann ist es halt so, chemische Versuche sind keine Fliessbandarbeit und nie zu 100 Prozent vorraussehbar. Uberhaupt wuerde ich sagen (zumindest bei uns war das so), dass in den ersten beiden Semestern bei uns die Frustgrenze trainiert wurde, in den naechsten die Teamarbeit und spaeter war man dann bereit das richtige Studium zu geniessen.

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Beitragvon Ardu » 03.01. 2005 23:02

@ SantaMaria

Ich hab mein Diplom in OC auch ohne Namensreaktionen geschafft (und auch recht gut). Das hängt natürlich auch von den Professoren ab, die man in den Prüfungen hat, aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die meisten es viel lieber sehen, wenn man das Prinzip verstanden hat und was sinnvolles herleiten kann. Ich wurde in meinem Studium, so weit ich mich erinnern kann, nur ein einziges mal expliziet nach einer Namensreaktion gefragt.

Naja, ums Lernen von Reaktionen kommt man trotzdem nicht herum, nur würde ich mal sagen, sind die Namen von eher sekundärer Bedeutung. Ich habe mir am Anfang einfach Listen gemacht, immer so fünf Reaktionen, wie komme ich vom Alkohol zum Keton, wie vom Keton zum Alkohol, welche Metathesen gibt es etc. Die Listen haben mich dann vom Vordiplom bis zum Diplom begleitet (wurden natürlich auch länger) und haben eigentlich ziemlich viel abgedeckt.

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Beitragvon Pizzi » 04.01. 2005 12:54

Hmmm komisch, ich scheine wohl eine andere Art von Student zu sein! Ich habe nie eine Assi für meine Fehlanalysen verantwortlich gemacht, ich war eignetlich immer eher froh, dass einer da war, den ich fragen konnte. Und nach extrem guten Noten strebe ich auch nicht, da die ganzen Klasuren wirklich mal kein Arsch interessieren, nicht einmal die Vordiplome. Wenn die alle nur mit 4,0 sind, kann man immer noch ein Diplom mit 1,0 machen, also was soll's?! Ich seh das alles etwas lockerer und bin froh, wenn ich alle meine Klausren etc. schaffe, das reicht mir erstmal, wenn es dann drauf ankommt, gebe ich mein bestes und gut. Wenn ich weiß, ich hab viel gelernt, bin dann aber blöde Sachen gefragt worden, die ich vielleicht ausgelassen habe, dann ist es Pech und kein Weltuntergang!!

Ist das nicht auch eine Art von Minderwertigkeitskomplex?!

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Beitragvon HoWi » 04.01. 2005 13:27

Quatsch!!!
Klingt eher nach einer sehr gesunden Einstellung. Man muss ja nicht immer nur mit der 4 planen, kann ja auch etwas besser sein.
Und je wichtiger die Prüfung desto größer sollte der Aufwand sein!

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Beitragvon Ardu » 04.01. 2005 14:04

@ Pizzi

Ich wünschte, ich hätte deine Einstellung in den ersten beiden Semstern auch schon gehabt. Da hab ich mir viel zu viel Stress gemacht wegen Noten und bestehen bblablabla und war am Ende echt ziemlich mit den Nerven runter. Aber irgendwann hat´s bei mir dann auch klick gemacht und ich habe eben einfach mein bestes getan und war dann eigentlich auch immer ganz zu frieden mit mir und meinen Leistungen, auch wenn´s mal nicht so toll war.

Ich finde es auch komisch, wenn man immer den Assi verantwortlich macht. Ich bemühe mich zumindest immer... Und wühle auch mal in Büchern rum, wenn was nicht klappt, oder ich titriere dann auch mal mit etc. Aber vermutlich habe ich bis jetzt mit meinen Praktikanten einfach Glück gehabt und keine Motzer und Oberschlonzer abbekommen. Bei und im Saal (damals, früher...) haben wir auch nicht dem Assi die Schuld gegeben. Meine Assis haben sich auch immer sehr bemüht. Und manchmal geht halt was schief, aber wenn das so war, hab ich auch eigentlich immer gewusst, was ich da jetzt verbockt hatte, und beim zweiten mal hats dann ja geklappt (oder beim dritten mal...).

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Beitragvon pheidrias » 04.01. 2005 17:19

HoWi hat geschrieben:Aber es sind halt Dinge die man als Chemiestudent auch lernen muss, erstens, dass manche Dinge so wie sie da stehen (um nicht zu sagen VIELE) nicht funktionieren und dass man es selbst ausbaden muss, wenn jemand anders Mist baut.


Eben das wollte ich mit meinem Bericht sagen ;).
Du warst nur vorher anderer Meinung :

HoWi hat geschrieben:Normalerweise gibt es aber auch für schlecht funktionierende Versuche eine Erklärung, und wenn man sich ein wenig Mühe macht, dann schaut man mal kurz nach wo der Haken liegt und kann so auf einmal Versuche, die jahrelang nie klappten ohne Probleme ausgeben und siehe da sie klappen besser als alle anderen!



:lol:

Aber schön, daß ich dich überzeugen konnte :P !

@Santa Maria : Es wurde schon alles gesagt --> noch ein Tip(p) zum erfolgreichen "Nicht-Auswendig-Sondern-Richtig"-Lernen :

Clayden, Greeves, Warren, Wothers : Organic Chemistry


tanti saluti,
pheidrias

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Beitragvon HoWi » 04.01. 2005 18:07

Ich bin nicht der Meinung dass sich meine Aussagen widersprechen!
Die eine sagt, dass nicht alles so funktioniert wie es da steht und die andere sagt, dass es dafür immer einen Grund gibt. Und normalerweise kann man den Grund dafür auch finden (wenn man die nötige Erfahrung hat, die die Studenten eben nicht haben, aber die Assis haben sollten). Somit lernt man als Student dass eben nicht alles funktioniert (zumindest nicht so wie es sollte) und dass man eben improvisieren muss. Und um dass zu können muss man es üben...

Ciao
HoWi

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Beitragvon pheidrias » 05.01. 2005 04:59

...is ja auch nur Spatz :wink:


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