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Psychische Belastungen im Chemiestudium

ein Forum, das sich mit Studienfragen aller Art beschäftigt

Moderator: Chemiestudent.de Team

Gast

Psychische Belastungen im Chemiestudium

Beitragvon Gast » 01.01. 2005 22:45

Hallo,

bin nun, wie so viele hier scheinbar, auch unsicher bei der Studienfachwahl und mein Anliegen habe ich in der Form bisher hier noch nicht finden können, also schildere ich es einfach mal:
Ich hatte auch LK Chemie, war immer noten- und begriffsmäßig auf gutem Level und hab auch in der Abiturprüfung gut abgeschnitten (15 P.). Jetzt hört man allerorten wie schwer doch das Studium ist, usw. Meine Frage ist nun nicht unbedingt, ob das ganze machbar ist, sondern wie es mit den psychischen Belastungen aussieht. Ich z. B. leide leider unter komplexartigen Vorstellungen, unbedingt alles verstehen zu müssen, immer oben dabei sein zu müssen, nur sehr gute Klausuren abzuliefern, etc, also mache mir persönlich immer sehr viel Druck, was mich bisher eigentlich nur vorangebracht hat, aber eben auch sehr viel Stress und Depressionsphasen beschert hat. Meine Frage ist nun, ob nun im Chemiestudium gerade solche Belastungen sehr zum tragen kommen?

Vorab schon mal danke an alle Antwortenden.
Gruß, Marco.

P.S.: Kann es sein, dass der Doktorand von der LMU (Ondrej) dort auch hin und wieder Führungen bei Tagen der offenen Tür oder ähnlichen Informationsveranstaltungen macht, denn ich meine mich erinnern zu können, auch mal dort von einem Doktoranden mit russisch klingendem Namen herumgeführt worden zu sein (vor einem Jahr oder so)?!

BadaBing
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Beitragvon BadaBing » 01.01. 2005 22:48

'tschuldigung, einloggen vergessen... :cry: :wink:

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ondrej
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Beitragvon ondrej » 02.01. 2005 12:52

Hallo!
Also mein Name ist nicht russisch sondern tschechisch :-) und ja ich mache Fuehrungen beim SHIT Tag (Schüler-Informations-Tag), meistens Laser...

pheidrias
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Beitragvon pheidrias » 02.01. 2005 13:32

Hallo BadaBing...

...wenn ich ganz ehrlich sein soll, könntest du mit deiner Einstellung Probleme kriegen.
Das Hauptproblem könnte nämlich sein, daß du in den Praktika versagst.
In der Chemie gibt es halt Dinge, die nicht immer reibungslos funktionieren bzw. viel Erfahrung (auch unbewußte) erfordern.
So habe ich mich nach meiner zweiten falschen Ansage beim Ionenlotto erst mal in eine Ecke verzogen um Tränen loszulassen - weil ich nicht mehr an mich glaubte.
Aber ich bin immer noch dabei --> allerdings eher, weil sich meine Einstellung geändert hat, als daß jetzt alles perfekt liefe.
Ich will nur noch verstehen und kümmere mich einen Dreck um Auswendiglernen von Namensreaktionen oder erkämpfen von guten Noten.

Sicher wird dir dein Ehrgeiz sowohl im theoretischen als auch im praktischen Teil helfen --> aber du mußt auch einsehen, verlieren zu können.

Wo soll's denn hingehen?
Was machst du sonst noch im Leben?

tanti saluti,
pheidrias

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Beitragvon Ardu » 03.01. 2005 09:17

Ich bin auch so ein kleiner Perfektionist, der am liebsten immer alles sofort und mit sehr gutem Ergebniss hinbekommen möchte.
Wenn du sagst, dass dir Chemie liegt und Spaß macht, dann kannst du das in den theoretischen Sachen (Klausuren, Kolloquien) auf jeden Fall auch schaffen. Aber was das Praktische angeht, da muss ich Pheidrias zustimmen. Da kann man sich manchmal noch so anstrengen und alles total genau machen, es klappt eben trotzdem nicht. Vor allem in den ersten Semstern (Ionenlotto, Titrationen...) kann einem das manchmal ganz schön an die Nieren gehen. Ich war da so ungefähr jede Woche einmal kurz davor das ganze Studium hinzuschmeißen. Und vor allem im Ionenlotto hab ich auch hin und wieder mal `ne Heul-Session auf´m Klo hingelegt. Man muss sich einfach daran gewöhnen, dass in der Chemie nicht immer alles nach Plan läuft. Aber wenn man Spaß daran hat und einen die Chemie interessiert, dann hält man das durch.
Aber mal abgesehen davon, ob man alles glatt hinbekommt oder nicht, man sollte sich auf jeden Fall bewusst sein, dass das Chemiestudium recht anstrengend ist. Ich hab im ersten Semster meinen Stundenplan bekommen und mir gedacht, dass 35 Wochenstunden ja garnicht so schlimm sind, aber effektiv saß ich trotzdem von halb 9 bis sechs Uhr abends in der Uni. Und am Wochenende hab ich dann Protokolle geschrieben.
Also, ich würde mal sagen, dass man sich mit einer sehr perfektionistischen und noten-fixierten Einstellung im Chemiestudium schwerer tut als in manch anderen Studienfächern. Aber man kann es trotzdem schaffen. Mit der Zeit steigt die Frusttolleranz einfach an, auch wenn´s nicht unbedingt ein leichter Weg ist.

Taleyra

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Beitragvon pheidrias » 03.01. 2005 14:09

Taleyra hat geschrieben:Und vor allem im Ionenlotto hab ich auch hin und wieder mal `ne Heul-Session auf´m Klo hingelegt.


Wollen wir einen Club der Ionenlotto-Toiletten-Weiner gründen ?

:lol: ,
pheidrias

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Beitragvon Ardu » 03.01. 2005 14:18

Club ist immer gut. Hatte da eine Phase, da habe ich mich zwei Wochen lang nicht getraut, eine Analyse abzugeben.
Hab damals schon ´nen Quasi-Club mit zwei Freundinnen gehabt. Gruppen-Heulen....
Aber irgendwie haben wir alle drei das Diplom geschafft :lol:

Taleyra

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Beitragvon HoWi » 03.01. 2005 14:18

Das Problem, dass am Anfang viele Versuche schief gehen liegt aber mitunter auch an einem selbst. Man bekommt eine Anleitung, macht alles wie es darin steht und trotzdem ists falsch --> also muss irgendwo was nicht stimmen. Und meistens hat man da eben einen Fehler gemacht. Das glauben nur die Vordiplomsstudenten und vorallem die 1.i und 2. Semester nicht!

Beim Chemiestudium muss man lernen, dass man eine gesunden Kompromiss finden muss zwischen sauberem und genauem Arbeiten und schnellen Arbeiten. Man muss sich halt ein bisschen von seiner perfektionistischen Art verabschieden, weil man mit einiger Erfahrung besser wird. Wozu sollte man auch 5 Jahre studieren, wenn man im 1. Semester schon perfekt ist!

Also nicht stressen lassen und "Heulsessions auf dem Klo" kanns ja mal geben, aber sind eigentlich unnötig...

@pheidrias
du meinst den Klub der anonymen Ionenlotto-Toiletten-Weiner?


HoWi

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Beitragvon Ardu » 03.01. 2005 14:34

Ich fand meine Heul-Sessions nicht unnötig. Das hat den Druck abgebaut. Und wenn man danach wieder ins Labor gehen kann und sein Zeug entspannter fertig machen kann, dann ist es doch gut. Können ja nicht alle Leute mit Nerven wie Drahtseilen auf die Welt kommen. Ich bin damit am Anfang meines Studiums einfach noch nicht gesegnet gewesen.

Hey, und jeder, der schon mal Praktikum beträut hat, weiß doch auch, dass es Versuche gibt, die einfach nicht gut funktionieren.

Taleyra

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Beitragvon HoWi » 03.01. 2005 14:52

Normalerweise gibt es aber auch für schlecht funktionierende Versuche eine Erklärung, und wenn man sich ein wenig Mühe macht, dann schaut man mal kurz nach wo der Haken liegt und kann so auf einmal Versuche, die jahrelang nie klappten ohne Probleme ausgeben und siehe da sie klappen besser als alle anderen!

Jeder der schonmal Praktikum betreut hat weiß, dass sich Studenten in den ersten Semestern meistens doch sehr überschätzen!!! Und dann werden die meisten auch noch unleidig, wenn sie mal einen Versuch wiederholen müssen.
Bei mir hat damals auch nicht immer alles geklappt, aber ich hab nie den Assi dafür verantwortlich gemacht, oder die Versuchsvorschrift...

Und wenn dir deine Toilettensessions helfen, dann ists schon gut. Ich denke nur, man sollte versuchen sich das ganze nicht so zu Herzen zu nehmen dass soetwas nötig ist. Aber das muss man vielleicht auch erst lernen, kann ja sein!
Ich hätts Studium zwischendurch auch am liebsten hingeschmissen, kam bei mir aber erst im 5. oder so, aber so eine Phase hatte fast jeder bei uns!

Ciao
HoWi

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Re: Psychische Belastungen im Chemiestudium

Beitragvon HoWi » 03.01. 2005 15:02

Anonymous hat geschrieben:Ich z. B. leide leider unter komplexartigen Vorstellungen, unbedingt alles verstehen zu müssen, immer oben dabei sein zu müssen, nur sehr gute Klausuren abzuliefern, etc


Also dazu muss ich noch was sagen:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
Entweder du findest einen Weg deine komplexartigen Vorstellungen etwas zu bändigen und wirst mit Sicherheit ein guter Chemiker, denn Fleiß und lernen wollen ist nunmal wichtig und eigentlich auch wissenschaftliche Grundvoraussetzung.
Oder du willst alles so genau wissen, dass du dich vollkommen verrennst.

Ich glaube aber eher, dass du einen Mittelweg finden wirst, ne Mischung aus allem verstehen wollen, aber manchmal einfach einsehen, dass es im Moment keinen Sinn macht es bis ins letzte Detail zu treiben! Viele Dinge muss man erstmal akzeptieren, aber später wenn man ein bisschen mehr Überblick hat sind sie dann ganz einfach...
Das musst du halt lernen, dann sollte es schon gehen!
Aber vor Klausuren wirds schon stressig, da ist dann eher umfassendes, als detailverliebtes Lernen angesagt!!!

HoWi

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Beitragvon pheidrias » 03.01. 2005 20:16

@HoWi : Ja und Nein ;-).

Bei uns ist es jedenfalls nicht so (gewesen), daß man in den ersten Semestern Punkt-für-Punkt-Anleitungen für seine Versuche oder auch nur einen konkreten Hinweis zu guter(!) Literatur bekommt.

Gerade beim Ionenlotto sind Störungen durch unachtsames Kombinieren der Analysenstoffe seitens der Assis möglich - da hast du als Ersti NULL CHANCE mit umzugehen.
Ein Beispiel bei mir --> ich hatte (lang ist's her) z.B. in einer Analyse Mangan.
Das sah man, weil's rosa war und weil die Vorprobe darauf hinwies.
Nur ließ es sich nicht im Trennungsgang nachweisen.
Später - viel später - habe ich dann erfahren, daß es wohl einen Einschluß mit BaSO4 gegeben hat --> davon steht natürlich nix in der Erstsemesterliteratur.

Sicher - vieles ist eine Frage der Erfahrung. Ich habe mein Organik-Praktikum beim zweiten Mal in der Hälfte der Zeit geschafft.
Beim ersten Mal ?
Da hatte ich z.B. ein Produkt, welches am Ende vakuumdestilliert werden mußte. Dafür nimmt man schlauerweise regelbare Pumpen und regelt seinen Druck ein und destilliert.
Wenn aber die Pumpenregelung nicht funktioniert, kotzt einem das Produkt immer und immer wieder über.
Meine Pumpe ließ sich nicht regeln (also der Regler ließ sich betätigen - aber er wirkte nicht) --> aber natürlich wußte das keiner und keiner konnte es mir sagen. Dementsprechend tat ich meinem Produkt zuviel Gewalt an und die Ausbeute verschwand.
An die anderen Sachen erinnere ich mich nicht mehr --> es war aber keinesfalls eine Frage der Organisation (ich hatte 11 Präperate und insgesamt 16 Wiederholungen --> eigentlich eine zu würdigende Meisterleistung!).
Eine Sache war z.B. feuchtes Trockeneis --> wirfst du das in den Grignard kriegt du halt den Alkohol --> steht ja so drinne in der Anweisung, daß du das im Stück reinwerfen sollst. Als ich das dann endlich herrausgefunden hatte (laut Assistenten war ja eh alles MEINE Schuld), habe ich das CO2 dann halt in einem sekkurierten Kolben verdampt und über ein Trockenrohr in meinen Grignard geleitet.


Weiter geht's ins 5. Semester. Anorganik-Praktikum.
Da sollte ich z.B. für einen Prof ein Zinnderivat herstellen (also anaerob).
Die Vorschriften sahen immer einen zweistufigen Weg vor - mein Prof war aber der unbedingten Meinung, daß es auch einstufig (also alles in einen Kolben) gehen sollte.
Nach 3 Versuchen (man bedenke den Zeitaufwand für anaerobes Arbeiten mit BuLi etc...) reifte dann die Erkenntnis, daß man wohl doch zweistufig fahren sollte (daß mir der Produktkolben dann von einem Kommilitonen runtergeworfen wurde - luftempfindliches Produkt - lasse ich hier mal unkommentiert in den Raum ragen).

Ein anderes Präparat in diesem Praktikum war ein neuer Eisenkomplex, von dem ich brauchbare Einkristalle züchten sollte. Daß das Zeit braucht, ist wohl klar --> und nach ca. 20 verschiedenen Umkristallisierungsversuchen war klar, daß es wohl nicht so ohne weiteres zu realisieren sei...

Ein weiteres Präparat - Oktachloromolybdat - war nach der zweistufigen anaeroben Präparation in einer Rohrfritte zum Trocknen ans Vakuum gehangen (wir haben jeweils eine eigene Pumpe pro Arbeitsplatz - also nicht das Hausvakuum oder so). Als ich vom Mittagessen zurückkam, schwamm mein Produkt in einer Soße --> vermutlich hatte irgendein Depp an meiner Pumpe "mal schnell was abgesaugt" und nicht aufgepaßt - ich weiß bis heute nicht, wer's war.
(auch hier lasse ich unerwähnt, daß mir dieses Produkt bei der Wiederholung wieder von einem Kollegen ins "Luftreich" befördert wurde).



^^ War das alles meine Schuld ? ^^

6. Semester, Organikpraktikum in einer Arbeitsgruppe. Die liebe Doktorandin war so nett mir bei der Säule zur 6. Stufe meines Präparats zu helfen. Man könnte doch Vakuum anlegen (ich habe erst Mal nix gesagt - schließlich trocknet man sich damit die Säule ja meistens eh nur aus...).
Dummerweise legte sie das Vakuum nicht an den Ausgang der Säule sondern an den Eingang --> als ich sie fragen wollte, ob sie sicher mit der Sache wäre, die sie dort tut, hörte ich bereits das Geräusch meines hinwegzischenden Produktes in das Pumpengefäß...

^^ Auch ein Folge meiner Dummheit im 6. Semester nicht genug Fachwissen zu haben ? ^^




Ich verstehe, daß es viele Schmalspuridioten gibt, die den Assis die Schuld für die eigenen Fehler geben --> aber es gibt Dinge, die man nicht beeinflussen kann.

Fällt mir gerade noch ein : Es gibt bei uns seit Jahren ein Produkt im Organikvorpraktikum, welches anerkannterweise mit der Synthesevorschrift nicht herstellbar ist. Allerding hat man vor ein paar Jahren über Beziehungen mal eine Flasche mit dem Produkt gekauft und gibt seither deren Inhalt ab - der Prof glaubt also bis heute, daß das Produkt herzustellen sei. Wer nicht von dieser Flasche weiß, hat auch bereits verloren...



Dies nur als kleine Anekdoten aus meinem Chemikerleben...

;),
pheidrias :oops:

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Beitragvon HoWi » 03.01. 2005 21:13

Naja, wenn man so viele Idioten im Studium trifft kann man leider nix machen, aber das ist ein Problem, was man im ganzen Leben hat. Dafür kann weder der Student noch der Assi was, aber der Student muss ein Präparat abgeben und das ist der Punkt. Deshalb muss ers nochmal machen. Dass da oft was frustrierendes bei rauskommt ist auch klar.
Ich weiß auch sehr gut, dass es öfters mal solche Probleme gibt, aber wie gesagt, das sind einiges Erfahrungssachen (auch einige der Geschichten die du erzählt hast).

Klar, einige Dinge können immer schief gehen, dagegen kann man nix machen, aber Schuld ist letztlich immer JEMAND und meiner Meinung nach nur in seltenen Fällen die Assis (zumindest nicht wenn sie einigermaßen vorbereitet sind und auch mal nen Fehler zugeben können).

Und du wirst zugeben, die meisten Fehler in den ersten 2-3 Semestern sind "selbst produzierte" Fehler!!! Schlechte Mixereien im Ionenlotto mal ausgenommen, da kommt doch öfters mal ein gewisser Dilletantismus vor!!!

Aber es sind halt Dinge die man als Chemiestudent auch lernen muss, erstens, dass manche Dinge so wie sie da stehen (um nicht zu sagen VIELE) nicht funktionieren und dass man es selbst ausbaden muss, wenn jemand anders Mist baut. Tut mir echt leid, klingt vielleicht blöd und mich hats im Studium auch genervt, aber es ist nunmal so!
Aber wenn man Chemie machen WILL hält man es psychisch normalerweise schon durch, auch wenns zeitweise hart ist!

Ciao
HoWi

SantaMaria

Beitragvon SantaMaria » 03.01. 2005 21:41

Das klang jetzt alles ziemlich abschreckend, finde ich!!! :shock:

Ich bin jetzt im dritten Semester. In den ersten beiden hatte ich zwei AC-Praktika und die Vorlesungen, in diesem Semester habe ich mein OC-Praktikum. Die AC fand ich klasse. Das hat mich alles sehr interessiert und hat auch sehr viel Spass gemacht. Der OC kann ich ehrlich gesagt nicht allzu viel abgewinnen. Hab jetzt auch (mit 43 Punkten) die erste OC-Klausur nicht bestanden. Es gibt noch zwei, die muss ich dann aber auch bestehen. Mein Studium will ich auf jeden Fall weitermachen, da ich ja AC so toll finde, frage mich jetzt allerdings wie es mit OC weitergehen soll. Mir machen vor allem die Namensreaktionen zu schaffen und das man lernen muss auf welche 1000 verschiedenen Arten man Ester oder was weiß ich was herstellen kann. Das kann ich mir einfach nicht alles merken! Wie war’s denn bei euch so???

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Beitragvon HoWi » 03.01. 2005 21:54

Also ich habs mir immer ins Kurzzeitgedächtnis geprügelt, aber lernen muss man es - am Besten richtig, nicht so wie ich! Da musst du leider durch, aber man schafft es schon, keine Sorge!

Lass dich nicht abschrecken, mit ein bisschen fleiß schafft man das alles!

Ciao
HoWi


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