Hallo Chemiker,
Ich studiere Chemie (Bachelor) im dritten Semester und in letzter Zeit plagen mich Zweifel ob Ich wirklich den Anforderungen dieses Studiums gewachsen bin.
Ich habe zwar alle Klausuren (bis auf Mathe II) bestanden aber dass auch nur mit ach und krach. Meine Schwächen liegen vorallem in Mathe (Mathe I und PC I ne 4

) und physikalischer Chemie.
Im moment haben wir PC-Praktikum und es wirklich langweilig, mich interessiert dass meiste Zeug überhaupt nicht der einzige Lichtblick ist dass das Praktikum nur bis Weihnachten geht.
Das Problem ist nun dass Ich gemerkt hab dass Ich den Stoff aus PC I überhaupt nicht verstanden hab, d.h. es würde mir schwer fallen ihn anzuwenden.
Und wenn ich ungefähr 1/3 des Stoffes meines Studiums nicht kapiere dann macht dass ganze für mich irgendwie kein Sinn.
Ich habe zwar eh nicht vor einen Master Chemie zu machen sondern würde gerne etwas interdisziplinäreres machen (Umweltchemie, Geochemie etc.). Ich sehe den Bachelor also gewissermaßen als Mittel zum Zweck um das später machen zu können was mich wirklich interessiert. Wie man die mittlere Molwärme mithilfe eines Eudiometers bestimmt interessiert mich ehrlich gesagt nur am rande.
Hinzu kommt dass ich bereits 2 Semester Biochemie an einer anderen Uni studiert habe und ein neuerlichen Studienabbruch eigentlich gar nicht in Frage kommt.
Um auf den Punkt zu kommen:
Ich bin mathematisch nicht gerade begabt und habe daher nicht gerade dass große Verständnis für PC, was man vielleicht als chemiker benötigt.
Ich denke schon dass ich die noch austehenden Klausuren schaffe, nur die Frage ist halt wie viel hängen bleibt und wie gut die Noten dann werden.
Am Ende habe Ich ein 3,5 Bachelor und verfüge über Halbwissen. Find Ich halt recht suboptimal.
Wobei Ich auch sagen muss dass Ich nebenher 40 std im Monat arbeite und selten in den Vorlesungen bin, also dass mit den schlechten Noten kommt nicht von ungefähr. Dann ist natürlich die Sache mit der Freizeit. Ich wusste es ja von Anfang an aber es nervt schon ziemlich wenn man nichtmal am Wochenende frei hat. So etwas wie andere Interessen und Hobbys aufbauen geht praktisch nicht. Mein Leben besteht hauptsächlich aus Uni vielleicht noch Unisport, arbeiten und mal abends weggehen, das finde Ich ein wenig trist und traurig wenn Ich ehrlich bin.
vielleicht habt ihr paar Ratschläge/ Erfahrungen.
grüße