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Wieviel Praktikum/Labor ist nötig?

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Wieviel Praktikum/Labor ist nötig?

Beitragvon alpha » 12.01. 2006 21:59

Hallo zusammen!

Ich bin ein mehr oder weniger eifriger Chemiestudent und mag das Chemiestudium noch immer. ABER: Mir kommt es so vor, als hätte man viel zu viel Praktikum, stehe zu viel im Labor!

Wie seht ihr das?

Meine Meinung ist: Etwas Praktikum ist ganz gut, erstens beschäftigt man sich viel mehr mit den Themen, der Theorie usw. und zweitens sieht man zwei Dinge: Es stimmt in etwa, was man so lernt, diese Reaktionen finden tatsächlich statt, auch wenn es manchmal unwahrscheinlich klingt und aussieht auf dem Papier. Jedoch geschehen auch andere Dinge, Nebenreaktionen oder es geht auch mal etwas gar nicht, was gehen sollte und niemand weiss so recht weshalb. Das finde ich ganz nützliche Erfahrungen, aber mich dünkt, etwas weniger würde es auch tun.
Drei halbe Tage finde ich eine Obergrenze, die nicht überschritten werden sollte.

Aber was denkt ihr? - Weshalb stehen wir im Labor, wieviel Zeit sollte man dort verbringen? - Besser zu Beginn viel und später weniger, umgekehrt, immer gleichviel?

Bin gespannt auf eure Antworten


Grüsse
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Beitragvon Equilibrium » 12.01. 2006 23:14

Ich hatte fünf Jahre lang immer irgendwas zwischen 15 bis 20 Stunden Labor pro Woche von 40 Schulstunden. Das war eigentlich optimal.
Jetzt hab ich 6h Labor auf wieder 40h an lecture- und Lernzeit wöchentlich (in nicht Examzeiten ^^). Mir is das zuwenig...
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Beitragvon Pee !!! » 13.01. 2006 20:19

Momentan liege ich bei 8h Labor/Woche, aber das verdoppelt sich in nem halben Jahr.
8h finde ich auch etwas zu wenig.

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Beitragvon AV » 14.01. 2006 00:25

ich denke, viel Laborarbeit mag zwar stressig sein, aber sie ist auch sinnvoll und erforderlich!

Schliesslich willst Du später mal einen leitenden Job haben, vielleicht als Laborleiter oder so ... und da muss man nunmal wissen, wie sowas real funktioniert, und nicht vom hörensagen kennen ...

Das ist ja z.B. ein grosses Problem vieler Leute, die aus Asien (China oder Indien) zu uns kommen:
Die sind theoretisch zwar top ausgebildet, aber praktisch können die einfach nichts und haben von Laborarbeit gar keine Ahnung, ganz einfach, weil sie es nicht oder nur sehr wenig machen ... wenn die hier zu promovieren anfangen muss man denen erstmal n halbes Jahr halbweegs Laborarbeit beibringen :wink:
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Beitragvon alpha » 14.01. 2006 17:40

AV hat geschrieben:ich denke, viel Laborarbeit mag zwar stressig sein, aber sie ist auch sinnvoll und erforderlich!


Ich sage ja nichts dagegen, dass grundsätzlich etwas Laborarbeit zum Chemie Studium gehört, aber ich finde 15 Stunden in der Woche würden ausreichen, man könnte da einiges tun! - Und 15 Stunden sind drei halbe Tage.
Ist es wirklich erforderlich, dass es mehr ist? - Gut, man wird auch routinierter, aber...


Grüsse
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Re: Wieviel Praktikum/Labor ist nötig?

Beitragvon fiducia20 » 07.07. 2017 08:05

Hi zusammen,

vor ein Paar Jahren habe ich ebenfalls ein 2 wöchiges Praktikum in einem Labor gemacht. Ich habe zuerst vermutet das auch viel Theoretisches gemacht wird aber in der Praxis haben wir all unsere Zeit im Labor verbracht, die Professoren haben ihre Ärztekittel nahezu nie ausgezogen. Und jetzt weiss ich auch warum! Die Zeit im Labor ist (auch für Praktikanten) ist sehr sinvoll und förderlich, probieren geht über studieren. :wink:


LG
fiducia


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