Michaelsysteme sind im engeren Sinn alpha-beta-ungesättigte Carbonylverbindungen. Im allgemeinerem Fall kann man für die Carbonylgruppe auch andere Gruppen mit einem -M-Effekt einsetzen. Dadurch ist das beta-C-Atom elektropositiv und somit ein guter Angriffsort für Nucleophile. Solche Systeme kommen bei vielen Reaktionen vor und finden somit eine breite Anwendung (z.B. bei der Hantzschen Pyridin-Sythese, der Robinson-Anellierung oder Skraupschen Chinolin-Synthese).