Mit der Nutzung dieses Forums (dies beinhaltet auch die Regisitrierung als Benutzer) erklärt Sie sich mit unserer Datenschutzerklärung (https://www.chemiestudent.de/impressum.php) einverstanden. Sofern Sie dieses nicht tun, dann greifen Sie bitte nicht auf unsere Seite zu. Als Forensoftware wird phpBB verwendet, welches unter der GNU general public license v2 (http://opensource.org/licenses/gpl-2.0.php) veröffentlicht wurde.
Das Verfassen eines Beitrag auf dieser Webseite erfordert keine Anmeldung und keine Angabe von persönlichen Daten. Sofern Sie sich registrieren, verweisen wir Sie auf den Abschnitt "Registrierung auf unserer Webseite" innerhalb unserer Datenschutzerklärung.

Redox Gleichungen

Hier findet Ihr Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Benutzeravatar
ondrej
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 2814
Registriert: 01.11. 2002 23:46
Hochschule: München: LMU - Ludwig-Maximilian-Universität
Wohnort: München
Kontaktdaten:

Redox Gleichungen

Beitrag von ondrej »

1) Edukte und Produkte hinschreiben:

das ist der einfachste Schritt: Links die Edukte hinschreiben, rechts die Produkte,
dazwischen einen Reaktionspfeil

2) Halbzellenreaktionen aufschreiben:

getrennt hinschreiben, was oxidiert wird und was reduziert wird

3) Elektronen ausgleichen:

erst die Oxidationszahlen der einzelnen Atome bestimmen (natürlich nur
derjenigen, die sich auch ändern). Danach die entsprechende Menge Elektronen,
entweder links oder rechts dazu packen.

4) Beide Halbzellenreaktionen zusammenrechnen:

aus beiden Halbzellen eine Reaktionsgleichung machen (wie in der Mathematik)

5) dann Ladungsausgleich

wenn man jetzt bezüglich der Ladungen (positiv oder negativ) auf beiden Seiten
noch Diskrepanzen hat, ausgleichen. Aber immer nur mit Substanzen, Ionen etc.,
die man auch in seinem Reaktionsgefäß vorliegen hat. Also in einer stark
alkalischen Lösung nicht mit H+...

6) zu guter Letzt noch: Stoffausgleich

aus der Ionengleichung noch eine Stoffgleichung machen, indem man zu den
noch vorhandenen Ionen die entsprechenden Gegenionen dazuschreibt.
kaka
Assi-Schreck
Assi-Schreck
Beiträge: 292
Registriert: 26.10. 2012 13:10
Hochschule: keine angeführte Hochschule

Re: Redox Gleichungen

Beitrag von kaka »

ondrej hat geschrieben: 2) Halbzellenreaktionen aufschreiben:

getrennt hinschreiben, was oxidiert wird und was reduziert wird

3) Elektronen ausgleichen:

erst die Oxidationszahlen der einzelnen Atome bestimmen (natürlich nur
derjenigen, die sich auch ändern). Danach die entsprechende Menge Elektronen,
entweder links oder rechts dazu packen.
Ich verstehe das so, dass dann dies z.B:

mathematische Formel

eine Halbzellenreaktion darstellen soll. Was aber nicht der Fall ist, denn auch bei der Reaktionsgleichung für eine Halbzellenreaktion müssen alle Bilanzen korrekt ausgeglichen sein :

mathematische Formel

, Was ich übrigens so mache, dass ich ausgehend von

mathematische Formel

1. zuerst die Sauerstoffbilanz mit H2O ausgleichen
2. dann die Wasserstoffbilanz mit H+ ausgleichen
3. und letztlich die Ladungsbilanz mit Elektronen ausgleichen

, was das Bestimmen vom Oxidationszahlen überflüssig macht, was dadurch möglich wird, dass die Sauerstoffbilanz als Bestimmungsgleichung benutzt wird, während bei der üblichen Vorgehensweise diese Bestimmungsgleichung ungenutzt bleibt indem die Sauerstoffbilanz, wenn überhaupt, dann nur als Probe benutzt wird.
6) zu guter Letzt noch: Stoffausgleich

aus der Ionengleichung noch eine Stoffgleichung machen, indem man zu den
noch vorhandenen Ionen die entsprechenden Gegenionen dazuschreibt.


Auch dieser Schritt sollte sich erübrigen. Denn entweder liegt ein an der Reaktion beteiligter Stoff als solcher vor, dann sollte er von vorn herein so mitgeführt werden , oder aber er liegt dissoziiert vor, dann schreibt man nur das Ion auf, das an der Reaktion teilnimmt und auch kein Anlass besteht , es nachher wieder einzufügen . So ist z.B. dieser Schritt :

mathematische Formel

mathematische Formel

nicht nur völlig überfüssige Liebesmüh, sondern recht besehen schlicht falsch, weil mit Ausnahme des Wassers keiner der anderen Stoffe in der oben stehenden Form in wässriger Lösung vorliegt.
Antworten