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Statt Pharmaziestudium ein Chemiestudium? HILFE!!!

ein Forum, das sich mit Studienfragen aller Art beschäftigt

Moderator: Chemiestudent.de Team

amanda

Statt Pharmaziestudium ein Chemiestudium? HILFE!!!

Beitrag von amanda »

Heute ist mir von der ZVS ein Ablehnungsbescheid ins Haus geflattert. Und ich bin am Boden zerstört. Ich hätte nicht erwartet dass sich dieses Jahr weit mehr für Pharmazie bewerben, da ja auch noch Studiengebühren demnächst eingeführt werden. .. Jetzt steh ich da und weiß nicht was ich machen soll. Der nächste Gedanke ist ein Chemie-Studium. Müsste mich nächste Woche einschreiben. Aber so ganz ins kalte Wasser will ich nicht springen. Ich weiß nicht wirklich was mich in diesem Studium erwartet. Ich kriege richtig Panik. Ist ein Chemie St. genauso zeitintensiv wie ein Pharmaziestudium? Ist es einfacher, schwerer, sinnvoller???? wie gesagt ich brauche einfach nur Hilfe...

Danke im Voraus
alpha
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Beitrag von alpha »

Also, ich glaube, da gibt es schon etliche Threads darüber:
Ein Chemiestudium ist tendenziell noch etwas zeitintensiver und wohl auch schwerer, wobei "schwer" ein dehnbarer Begriff ist: Pharmazie ist mehr Auswendiglernen, im Chemiestudium wirst du jedoch mehr Mathematik haben (insbesondere in Physik und physikalischer Chemie).
Ob es sinnvoller ist, ist Ansichtssache.
Rate dir nur: Überleg es dir gut, ob es die beste Alternative ist.


Grüsse
alpha
But it ain't about how hard ya hit. It's about how hard you can get it and keep moving forward.

Rocky Balboa
amanda

Beitrag von amanda »

Ich habe ja nun keine große Auswahl, ich kann nur unbeschränkte Studiengänge nehmen... Was wäre denn näher an einem Pharmaziestudium?
pheidrias
Rührfischangler
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Beitrag von pheidrias »

Medizin,Biochemie, Lebensmittelchemie, Ernährungswissenschaften

Sind aber wohl beschränkt?

Chemie macht man nicht mal einfach so nebenbei...

:|
amanda

Beitrag von amanda »

nein, natürlich nicht nebenbei. ich sehe die ganze sache nicht als spaß. natürlich würde ich auch alles dafür tun um das studium erfolgreich zu beenden. die frage ist nur ob ich es überhaupt anfangen soll. mich interessiert chemie sehr, schon in der schule war ich immer die erste die bei experimenten assistiert hat. die angst liegt darin, zu versagen, bzw festzustellen, dass das studium doch nichts für mich ist. immerhin hat man nach einem chemiestudium wesentlich mehr berufliche möglichkeiten als nach einem pharmaziestudium. letztendlich landet doch die mehrheit in apotheken. ich wollte von anfang an in der industrie arbeiten... Habe angst den entscheidenden schritt zu wagen... ich bin nicht unbedingt der typ der mal was anfängt und dann wieder lässt. bisher hab ich alles was ich angefangen auch erfolgreich zu ende gebracht.
wahrscheinlich ohrfeigt mich die absage für pharmazie deshalb so arg. :shock:
ich habe doch mein abitur nicht deshalb gemacht um eine stinknormale ausbildung zu machen. da ich nicht in deutschl. geboren bin, hatte ich anfangs probleme mit der sprache. bin erst auf der realschule gewesen, weil es die noten zugelassen haben bin ich aufs gymi hoch. von anfang an hatte ich das ziel zu studieren. und jetzt? stehe ich da mit leeren händen... autsch, das tut weh :cry:
Mane
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Beitrag von Mane »

Also ich finde den Gedanken mit dem Chemie-Studium in anderer Hinsicht nicht schlecht... Man kann doch sicher auch den einen oder anderen Schein aus dem Chemiestudium in Pharmazie anrechnen lassen, oder? Was würde also dagegen sprechen, mit nem Chemiestudium zu beginnen und zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu Pharma zu wechslen?
Oder vielleicht gefällt Dir Chemie ja dann so gut, dass Du gar nicht mehr wechseln möchtest... ;-)
Aber vermutlich wäre wirklich Biochemie oder Medizinische Chemie näher dran an der Pharmazie als reine Chemie...
amanda

Beitrag von amanda »

das wäre natürlich super wenn´s mir wirklich so sehr gefällt dass ich dabei bleiben würde. ajajajajaj... ganz schön kompliziert das alles. gut dass es solche foren gibt wie diese wo man sich an leute wenden kann die sich da schon auskennen. die leute aus meinem umkreis sagen nur "igiiitt, chemie??? wer will das schon studieren?" die haben natürlich gar keine ahnung von alle dem... ich habe letzte woche eine ausbildung zur pta bekonnen. aber ich finde diese schule so grauenhaft, dass ich gar keine lust habe mich da 2 jahre abzuquälen. lieber studier ich als mich in dieser ausbildung hängen zu lassen. habe ja dafür kein abitur gamacht um da zu enden. ich werd mich wohl am donnerstag für chemie einschreiben.
wie läuft das eigentlich mit dem einschreiben. hab mich zwar darüber informiert, aber will noch infos hier sammeln.
kenne mich nur über das zvs verfahren aus, da ich mich da ja erfolglos beworben hab.... gibt´s irgendwelche sachen auf die ich achten muss? und vor allem: ist es gaaaanz sicher dass ich auch einen studienplatz bekomme... das erscheint mir alles zuuuuu einfach :roll:

ach, ich verzweifel....

danke für eure antworten, i´hr seit mir wirklich eine große hilfe, und nimmt mir die angst ( langsam aber sicher) 8)
SantaMaria

Beitrag von SantaMaria »

Nun ja, zunächst mal gibt es viele, die nach dem Abi ne Ausbildung machen. So wie du schreibst klingt das, als ob nur die letzten Vollidioten eine Ausbildung machen würden und jemand mit Abi da absolut nichts zu suchen hat.
So eine Ausbildung hätte in deinem Fall auch den Vorteil, dass sie als Wartezeit angerechnet wird und du danach größere Chancen hättest durch die ZVS an einen Studienplatz zu kommen.

An den meisten Unis ist Chemie zulassungsfrei; was bedeutet, dass du dich zum entsprechendem Zeitpunkt (hängt von der Uni ab) entweder persönlich einschreibst oder deine Unterlagen hinschickst (hängt auch von der Uni ab).
Zur Einschreibung brauchst du dein Abizeugnis, Krankversicherungsnachweis, Nachweis über die Überweisung der zu zahlenden Gebühren.

Solltest du wirklich merken, dass Chemie nichts für dich ist kannst du ja immer noch versuchen zu wechseln. Das ist ja kein Drama; machen viele. Und dann kannst du dir vielleicht sogar was anrechnen lassen.
amanda

Beitrag von amanda »

Sowie du das jetzt meinst, dass Ausbildung nur was für Vollidioten sei, denk ich gar nicht. Ich habe aber das Abi gemacht mit dem festen Ziel zu studieren. Nicht um ne Ausbildung zu machen, denn die hätte ich nach der Realschule machen können und hätte mir so auch noch 3 Jahre gespart!
Kennt sich da jemand aus mit dem Wechsel. Hab noch nicht gehört dass das wirklich geht. Mich würde interessieren im welchen semester das gehen würde oder hängt das von den freien Plätzen ab?

Mfg
Gast

Beitrag von Gast »

alpha - von wegen, das Chemiestudium ist zeitintensiver als Pharmazie - das sehe ich anders: die Pharmazeuten sind von morgens bis abends an der Uni (morgens von 8Uhr an vorlesung und dann nachmittags Labor bis abends) dazu kommen ca. 5 Scheine pro Semester...also der Arbeitsaufwand ist nicht unerheblich! was das Auswendiglernen angeht, muss ich Dir allerdings zustimmen :wink:
naja irgendwie meint ja auch jeder, dass gerade sein Studium am zeitaufwenigsten ist (die Mediziner meinen auch immer, dass sie besser als die Pharmazeuten sind...)
zonko

Beitrag von zonko »

Wenn Du ein Chemiestudium anfängst, aber eigentlich in die Pharmazie willst (also jetzt mal von dem Fall ausgegangen, dass Du später forschen willst und nicht in der Apotheke stehen), dann kannst Du ja auch chemie an einer Uni studieren, an der sich Chemie mit einem solchen Schwerpunkt verbinden lässt. Du könntest z.B. in Erlangen Chemie studieren, nach dem 4. Semester in den Studiengang "Molecular Science" wechseln (für den ist die Anmeldefrist schon vorbei), was kein Problem ist, und dann dort den Schwerpunkt auf Drug Discovery legen. Oder einen Bachelor in Chemie machen und dann z.B. in Regensburg den Master in Medizinischer Chemie machen. oder oder oder.

Wenn Du wirklich nur in die Apotheke willst, solltest Du Dich vorher informieren, welche Scheine Du für ein Pharmaziestudium angerechnet bekommst, dann kannst Du Dir den Rest ja sparen.

Gruß zonko
alpha
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Beitrag von alpha »

alpha - von wegen, das Chemiestudium ist zeitintensiver als Pharmazie - das sehe ich anders: die Pharmazeuten sind von morgens bis abends an der Uni (morgens von 8Uhr an vorlesung und dann nachmittags Labor bis abends)
Habe auch nur etwas von "tendenziell etwas zeitaufwendiger" geschrieben - ausserdem ist das offensichtlich auch von der Uni abhängig...

Ich persönlich würde kein Chemie Studium beginnen, nur um die Zeit bis zur Zulassung zur Pharmazie zu überbrücken, auch wenn das eine oder andere angerechnet werden könnte...

Grüsse
alpha
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Rocky Balboa
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Lernen bis man nich mehr kann?

Beitrag von Gast »

moin moin
ich hab mir von ner Studienberaterin letzten den Plan für Chemie-Bachelor ausdrucken lassen; jeder Tag begann morgens 8.00 und endete abends 18.00 Uhr. Ich hab immer nur gehört, die Studienzeit ist die schönste Zeit des Lebens(wenn mans hat ) aber, wenn man da echt im dunkeln kommt und im dunkeln wieder geht, das muss ja mehr als anstrengend sein.
Nich das ich studiere um faul zu sein :wink: aber man muss ja dann für die Klausuren und Tests usw lernen.... Steht man echt morgens auf, geht zur Uni und lernt dann bis man wieder ins Bett geht, oder gibt es doch noch die schönen Seiten des Studentenlebens? :?:
alpha
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Beitrag von alpha »

Ja, es gibt die schönen Seiten des Studentenlebens: Man muss nicht langweilige Arbeit verrichten, höchstens langweilige Dinge lernen - aber meist sind die Dinge eigentlich und grundsätzlich gar nicht so uninteressant.
Weitere schöne Seiten? - Du hast keinen Boss, musst keine Steuern bezahlen (sofern du nicht ein zu grosses Vermögen hast), du kennst sowas wie echte Langeweile (fast) gar nicht mehr, da es immer etwas zu tun gibt und du hast hin und wieder ein AHA-Erlebnis, ausserdem freust du dich auf die Zeit, wenn du einen interessanten Job hast.


Grüsse
alpha
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Rocky Balboa
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Beitrag von Entropie »

Studentenleben im Sinne von "nächtelang in Kneipen rumhängen, bis mittags schlafen und dann vielleicht ein Stündchen in der Uni absitzen" wirst du in der Chemie zwar wohl eher nicht finden. Allerdings befindest du dich in einer Gruppe von "Gleichgesinnten", die ihre Zeit im Hörsaal nicht nur absitzen und auch im Labor ihren Spaß haben können. Es ist nun wirklich nicht so, dass das Leben erst beim Verlassen der Uni beginnt. Wenn man mit Engagement und Interesse an das Studium rangeht, wird der Zeitaufwand zwar nicht geringer, dafür aber weniger als Stress erlebt. Schließlich sind alle freiwillig dabei, wissen, worauf sie sich einlassen und nutzen die sich ergebenden Pausen dafür intensiver, als man es z.B. in der Schulzeit getan hat. So findet man die "schönen Seiten" (meiner Erfahrung nach) auch in Momenten, die man im Vorfeld wohl eher in die Kategorie "Arbeit" verfrachtet hätte.
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