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gesättigte Ammoniumdihydrogenphosphatlösung

Verfasst: 29.11. 2013 13:54
von lana
Guten Tag Zusammen,

ich bin (gar) keine Chemikerin, bin aber zur Zeit mit einer Aufgabe beschäftigt, die ziemlich nah zu diesem Gebiet liegt.

Ich suche nach einer Möglichkeit, eine definierte und stabile relative Luftfeuchte in einem angeschlossenen (kleinen) Medium herzustellen. Es scheint, mit einer gesättigten Salzlösung realisierbar zu sein.

Nun hat meine Aufmerksamkeit die obige Chemikalie angezogen, weil ich eine relative Feuchte von 93% brauche.

Das Problem dabei ist, dass alle Feuchte-Angaben zur gesättigten Ammoniumdihydrogenphosphatlösung auf 20°C bezogen sind.
Bei mir stehen aber 40°C in Frage.
Ich habe ein entsprechendes Löslichkeitsdiagramm des Ammoniumdihydrogenphosphats gefunden. Da sind bei 40°C etwa 57g Salz / 100ml nötig.

Bedeutet es, dass sich die relative Feuchte über die Lösungsoberfläche bei 93% stabilisieren würde, wenn ich in einer Schale >57g Salz mit 100ml Wasser vermische und bei 40°C in einer abgeschlossenen Box lasse? Oder versehe ich etwas?

Vielen Dank im Voraus für die Hilfe!

Für Hinweise auf eine gute Fachliteratur zum Thema bin ich genauso sehr dankbar. :)

Liebe Grüße
Lana

Re: gesättigte Ammoniumdihydrogenphosphatlösung

Verfasst: 30.11. 2013 17:52
von Auwi

Re: gesättigte Ammoniumdihydrogenphosphatlösung

Verfasst: 02.12. 2013 08:23
von lana
Auwi hat geschrieben:Eine grobe Übersicht z.B. hier:
http://www.d-r-h.de/hilfstabellen/klima ... uchte.html
Vielen Dank für die Antwort!

Der Link ist mir bekannt. Bei der gesuchten Chemikalie (Amminumdihydrogenphosphat) sind in der Tabelle leider nur die Werte für 20°C angegeben...

LG
Lana

Re: gesättigte Ammoniumdihydrogenphosphatlösung

Verfasst: 02.12. 2013 15:10
von kaka
lana hat geschrieben: Nun hat meine Aufmerksamkeit die obige Chemikalie angezogen, weil ich eine relative Feuchte von 93% brauche.
Bei mir stehen aber 40°C in Frage.


Ich würde so an das Problem herangehen : Zuerst einmal benötigt man den Dampfdruck des Wassers bei 40°C . Davon 93 % sind dann der Dampfdruck, auf den der Dampfdruck durch irgend einen zu lösenden Stoff gesenkt werden müsste. Wobei für eine hinreichend ideale Lösung gilt :


mathematische Formel

wobei x für den Stoffmengenanteil steht, man bei einem Salz man also alle bei der Dissozziation entstehenden Ionen zu berücksichtigen hat.

Die Crux aber ist, dass sich eben dieser Stoffmengenanteil verändert, wenn die Lösung Wasser aus der Umgebung aufnimmt oder an diese abgibt. Was nur dann nicht der Fall ist, wenn man eine gesättige Lösung mit Bodensatz verwendet ...